Philipp Fankhauser stammt aus Thun und hat den Blues in den USA gesucht. Er ist
ausgewandert und hat sich der amerikanischen Blueslegende Johnny Copeland an die
Fersen geheftet. Mit Konzerten und CDs wollte er sich eine amerikanische Karriere
aufbauen. Die Reise führte ihn jedoch zurück in die Schweiz, wo er sich als Songwriter
und Sänger seinen Platz in der Musikszene gefunden hat. Der Abstecher in die USA hat
Philipp Fankhauser als Mensch und als Musiker massgebglich beeinflusst. Wenn er sie
denn je hatte, so haben ihm jene Jahre die allzu romantischen Vorstellungen über den
Blues ausgetrieben. Fankhausers Blues ist keiner, der aus der weissen Mittelklasse nach
unten, in die Abgründe der afroamerikanischen Geschichte drängt. Sein Blues ist gefühlt
und doch drängt er aus der Tristesse nach oben – auf die grosse Bühne, auf der man
Anzug trägt. Es ist folglich ein Blues, der nicht dreckig sein will, der vielmehr nach
Eleganz und Klasse strebt und musikalischen Glanz versprüht. Hier nun erreicht
Fankhauser alles, was man sich wünscht und ist damit in die Tradition der grossen
Bluessänger eingetreten.