Seit 50 Jahren begeistert MUMMENSCHANZ mit ihrem Maskentheater weltweit das Publikum. Der Name MUMMENSCHANZ hat sich in etwas mehr als drei Jahrzehnten weltweit kulturübergreifend, sprachlich unabhängig, zum Inbegriff des zeitgenössischen Maskentheaters entwickelt. Ohne gesprochenes Wort, rein visuell und ganz ohne Musik und Bühnenbild, nur mit Masken und Körper. Damit hat MUMMENSCHANZ eine neue, universelle und unterhaltsame Bewegungssprache erfunden, deren Ausdruck von jedem Menschen auf dieser Erde verstanden werden kann.
Mit dem enormen Schwung aus einer überaus lehrreichen Schul- und Studienzeit während der 60er Jahre, entstand nach einer dreijährigen experimentellen Versuchsphase in den verschiedensten Disziplinen – 1972 – das MUMMENSCHANZ Theater.
Mit dieser zeitgerechten Alternative zum herkömmlichen, Geschichten erzählenden Pierrot Lunaire, dem poetischen weissen Clown, bzw. zur hochentwickelten, narrativen Pantomime mit dem weissen Gesicht, den fiktiven Kräften und Gegenständen oder dem klassischen expressiven Ausdruckstanz, setzte MUMMENSCHANZ ein ganz neues Zeichen mit seinen bahnbrechenden Techniken des modernen Maskenspiels. In gut 10-jähriger, von leidenschaftlicher Spielfreude begleiteter, kreativer Experimentier- und Forschungsarbeit in allen möglichen Theatern im In- und Ausland – inkl. einem 3-jährigen Broadway-Gastspiel (77-79) – erreicht MUMMENSCHANZ die Schwelle zu den Bühnen der gossen weiten Welt.
In den folgenden zwanzig Jahren entstanden zwei weitere abendfüllende Programme, bzw. ein Repertoire von über 100 Nummern mit weiterentwickelten Masken- und Spieltechniken, mit denen MUMMENSCHANZ auf allen Kontinenten zu einer der beliebtesten Theaterattraktion für jung und alt geworden ist.
Gegründet wurde die Theatertruppe mit dem eigenwilligen Namen "Mummenschanz" von den beiden Schweizern Bernie Schürch, Andres Bossard und der Italo-Amerikanerin Floriana Frassetto im Jahr 1972. Sie brachen auf, der Welt eine neue Theaterform zu bescheren.
So grundverschieden die drei Künstler waren, so sehr vereinte sie das gemeinsame Ziel, ein nonverbales Theater zu schaffen, das weder Sprach- noch Kulturgrenzen kennt. An den internationalen Festivals von Avignon, Edinburg, Spoleto, Berlin, Belgrad und anderen feierten sie die ersten grossen Erfolge mit der Beleuchtung von Patrick Lecoq. 1974 folgten Tourneen in West- und Osteuropa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika und im Nachen Osten. Das Trio verfeinerte sein Spiel laufend weiter, entwickelte immer neue Ideen und entdeckte noch andere neue Materialien, aus denen sich ausdrucksvolle Formen und fantastische Wesen gestalten liessen. Das Überraschende, das Unerwartete, das Zauberhafte und das Neue waren die wichtigsten Zutaten an der intensiven Improvisationsarbeit.