Die dänische Metalband Volbeat begeistert mit ihrer extravaganten Mischung aus Metal, Rock’n’Roll, Punkrock, Blues und Country das Publikum. Wegen des unüberhörbaren Einflusses der 1960er-Jahre wird ihr unverkennbarer Sound auch oft als „Elvis-Metal“ bezeichnet. Bekannt sind Volbeat außerdem für ihre Songtexte, in denen die Band gerne Geschichten erzählt, die teilweise auch autobiographisch inspiriert sind.
Gründung und erste Demos
Gegründet wird die Band Volbeat im Oktober 2001. Michael Poulsen, jetziger Sänger und Gitarrist, will nach seiner Zeit bei der Death-Metal-Band Dominus neue musikalische Wege gehen. Zusammen mit Anders Kjølholm (Bass), Teddy Vang (Gitarre) und Jon Larsen (Schlagzeug) ruft er Volbeat in seiner Heimatstadt Kopenhagen ins Leben. Der Bandname stammt von einem Dominus-Album aus dem Jahr 1997.
Gemeinsam nehmen sie ihr zehn Lieder umfassendes erstes Demo-Tape auf, das ein Jahr später erscheint. Als Teddy Vang die Band verlässt, ersetzt ihn Franz Gottschalk.
Bald entsteht Volbeats zweites Demo-Album „Beat The Meat“. Nach der Veröffentlichung im August 2003 küren die deutschen Magazine Metal Hammer und Heavy oder was? „Beat The Meat“ zum Demo des Monats. In Schweden und Frankreich werden die beiden Lieder „Soulweeper“ und „Danny & Lucy“ im Radio gespielt. Das Demo-Tape verkauft sich bis zum Sommer 2005 circa 1.000-mal.
Der Durchbruch – „The Strength / The Sound / The Songs“
Im September 2005 erscheint Volbeats Debütalbum „The Strength / The Sound / The Songs“. In Deutschland gibt das Musikmagazin Rock Hard dem Album die Höchstpunktzahl 10. In Dänemark jedoch findet das Album zunächst keinen so reißenden Absatz.
Doch das ändert sich mit der Volbeat-Show auf dem Roskilde-Festival. „The Strength / The Sound / The Songs“ wird mehr als 5.000-mal verkauft und erreicht in den dänischen Charts Platz 18. Volbeat brechen damit ihren ersten Rekord – es ist seit zehn Jahren das erste Album einer dänischen Hard-Rock- bzw. Heavy-Metal-Band, das es in die Top 20 der dänischen Albumcharts schafft. Bei den Danish Metal Awards wird „The Strength / The Sound / The Songs“ zum besten Debütalbum 2005 gekürt.
Es folgen unter anderem Konzerte mit Candlemass, Destruction und Life Of Agony sowie Auftritte auf Festivals wie dem Rock Hard Festival und Summer Breeze. Volbeat trennen sich von Franz Gottschalk, und Thomas Bredahl wird neuer Gitarrist der Band.
Das zweite Studioalbum „Rock The Rebel/Metal The Devil“ erscheint im Februar 2007 und erreicht Platz 1 der dänischen Albumcharts. Bereits einen Monat nach der Veröffentlichung steigen die Verkäufe des Albums in Dänemark auf über 10.000 Exemplare. Im Juni bekommen Volbeat ihre erste Goldene Schallplatte verliehen. Im Juli treten Volbeat im Vorprogramm von Metallica vor einem großen europäischen Publikum auf – pro Show werden bis zu 60.000 Tickets verkauft.
Volbeat auf Erfolgskurs
In den folgenden Jahren spielen Volbeat zahlreiche Shows als Headliner in Nordamerika und treten auf europäischen Festivals wie Rock am Ring, dem Wacken Open Air und dem Graspop Metal Meeting auf. 2009 nimmt Volbeat „A Warrior’s Call“, ein Einmarschlied für den dänischen Boxer Mikkel Kessler, auf. Nach der Trennung vom Gitarristen Thomas Bredahl holt die Band Rob Caggiano als Leadgitarristen ins Boot. 2014 wird der Song „Room 24“ mit King Diamond aus dem Album „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ für den Grammy in der Kategorie Best Metal Performance nominiert.
Weitere Alben wie „Seal The Deal & Let’s Boogie“ und „Rewind, Replay, Rebound“ werden veröffentlicht. 2015 trennt sich die Band in gegenseitigem Einvernehmen von Anders Kjølholm. Im Herbst 2019 gehen Volbeat auf Tour durch Europa, unterstützt von Baroness und Danko Jones.
Mittlerweile stehen Volbeat bei Vertigo Records unter Vertrag und können sich vor Erfolgen kaum retten: Neben zahlreichen verkauften Alben und Videoalben werden ihre Songs mehrere Milliarden Mal gestreamt. Die dänische Band erhält zudem mehrere Auszeichnungen in Form von Gold- und Platin-Schallplatten sowie weitere wichtige Musikpreise, darunter der Danish Metal Award, Danish Music Award und sogar der Echo.