Refused ist eine schwedische Hardcore-Punk-Band, die im Januar 1992 aus der Band Step Forward entstand. Dennis Lyxzén und David Sandström waren die Gründer von Refused, die sich stark an Hardcore-Punk-Bands wie Gorilla Biscuits orientierten, aber stets mit einem Metaleinfluss. Ihr erster Auftritt bestand aus zwei Eigenkompositionen, sowie einem AC/DC- und vier Gorilla-Biscuits-Covern. Die Band hat sich am 6. Oktober 1998 nach einem letzten Konzert aufgelöst. Einer der Gründe dafür war, dass sie sich von den Medien nicht verstanden fühlten. Am 9. Januar 2012 gab Refused ihre Reunion bekannt.
Geschichte
Das erste Demo enthielt neben sechs Tracks mit persönlichen Texten auch eine Coverversion des AC/DC-Klassikers Back in Black. Nach dem zweiten Demo Operation Headfirst, auf dem nun gesellschaftskritische Texte Einzug hielten, bekamen sie einen Vertrag beim jungen schwedischen Punklabel Burning Heart Records. Hier erschien ihre erste EP This Is the New Deal. Ihr erstes ganzes Album This Just Might Be … the Truth erschien dann aber 1994 auf dem Label Startrack. Mit diesem Album und den zwei darauf folgenden EPs konnten sie erste Erfolge ernten und erweckten die Aufmerksamkeit in Hardcorekreisen in ganz Europa. Refused waren entgegen anderslautenden Berichten eine Straight-Edge-Band, wenn auch nur in der Anfangsphase, bemerkbar an dem Album This Just Might Be…the Truth. Die Band konzentrierte sich im Laufe der Zeit hingegen immer mehr auf Gesellschafts- und Kapitalismuskritik und entwickelte sich zu einem musikalischen Sprachrohr der radikalen Linken.
Das Booklet der Everlasting-EP enthielt erstmals ein von Sänger Dennis geschriebenes Manifest, in dem die Motive und politischen Vorstellungen der Band näher erläutert wurden. Nach einer Tour durch die USA veröffentlichten sie 1996 ihr zweites Album Songs to Fan the Flames of Discontent, das der Band einen noch größeren Erfolg und ein Video zu Rather Be Dead bereitete. Refused galten nun als die neue Hoffnung des Hardcore und wurden frenetisch gefeiert. Parallel zur Albumveröffentlichung erschien ein 36-seitiges Fanzine namens The Handbook for Revolutionaries, das zu jedem Lied der LP den Text mit weiterführenden Erläuterungen sowie Essays zur Bandgeschichte, Veganismus/Vegetarismus, Homosexualität, Politik und Religion, etc. enthielt. Es folgten ausgiebige Konzerttouren durch Europa. 1998 erschien die EP The New Noise Theology, kurz darauf wurde das Album The Shape of Punk to Come veröffentlicht. Mit einer Melange aus Hardcore, Metal, Punk, Klassik und Jazz setzte das Quartett neue Maßstäbe und wurde zu den absoluten Medienlieblingen. Das Video zu New Noise lief auf MTV in der Heavyrotation und wurde zum Sommerhit ’98. Gewannen Refused mit dieser Platte auch enorme Popularität, so wurde sie doch zum vorläufigen Anfang vom Ende der Band.
Auflösung
Zu dieser Zeit gewann die Band den Eindruck, dass ihre politischen Ziele von den Medien nicht verstanden und für unwichtig gehalten wurden. Der Hype stand im Vordergrund. Das eigentliche Ziel, ihr „Revolutionary Program“ im Zuge ihrer Popularität den breiten Massen darzustellen, war gescheitert. Die im April 2006 veröffentlichte DVD über die letzte Tour von Refused verschiebt den Blick auf das Ende der Gruppe etwas. Hier werden vor allem persönliche Gründe (der zweite Gitarrist Jon möchte aussteigen) und der ausbleibende „große Knall“ nach der Veröffentlichung von The Shape of Punk to Come für das Ende verantwortlich gemacht. Fest steht, dass die Band während der 1998er US-Tour beschloss, sich aufzulösen; sie gab ihr letztes Konzert am 6. Oktober in Harrisonburg, Virginia. Inzwischen steht Dennis Lyxzén bei The (International) Noise Conspiracy sowie bei der Hardcoreband AC4 (mit David Sandström) und seinem Soloprojekt Invasionen (vormals The Lost Patrol Band) hinter dem Mikrofon.
Live-Reunion
Am 10. Januar 2012 wurden Refused als eine der Bands beim Coachella Festival in den USA sowie am Way Out West Festival in Schweden bekannt gegeben.
Außerdem spielten Refused im Jahr 2012 auf dem Groezrock Festival im belgischen Meerhout[2] und waren Headliner des Monster Bash Festivals in Berlin.
Nebenprojekte
Zwischen 1994 und 1997 hatten Dennis Lyxzén und David Sandström als Nebenprojekt die Hardcoreband Final Exit.
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