James Bay im Videointerview (Foto: Christoph Soltmannowski)
Der britische Sänger, Songwriter, Gitarrist und Produzent James Bay (34) ist bekannt und beliebt für kluge Lyrik, ehrliche Bekenntnisse und sein instrumentales Können. Aufgrund grosser Nachfrage wurde sein Konzert am 17. Januar 2025 in Zürich aus dem Volkshaus in die Halle 622 hochverlegt. Wir haben mit James Bay gesprochen – und ihm unter anderem diese fünf Fragen gestellt:
Ich habe Angst vor Veränderungen. Deshalb habe ich dieses Album so genannt. Ich wollte mich dieser Angst ganz direkt stellen. Ich versuche die Wahrheit zu akzeptieren, dass sich die Dinge immer ändern werden. Songs zu schreiben ist für mich eine Therapie, ein Versuch, mit der Achterbahnfahrt des Lebens umzugehen.
Ich versuche, mich möglichst ruhig zu präsentieren, denn das ist eines der Dinge, die ich tun muss, um mich gut zu fühlen. Aber mein Leben war eine Achterbahnfahrt. Auch als ich jung war, in einer Bar jobbte und alles daran setzte, nach London zu kommen und an Open-Mic-Abenden zu spielen. Ich war mir ja nicht sicher, dass ich es schaffen werde.
Stimmt, das Leben wird interessanter, wenn sich Dinge ändern. Die Leute sagten mir, dass es mein Leben verändern würde, wenn ich Vater werde. Und das ist vor drei Jahren geschehen! Mit unserer kleinen Tochter zusammen zu sein ist für meine Frau Lucy und mich magisch!
Du wirst es nicht glauben: Ich finde «Brat», das Album von Charli XCX ganz toll, und würde gerne wissen, wie es wäre, mit ihr einen Song in diesem Stil zu machen. Die Leute, mit denen ich gerne schreiben würde, sind nicht unbedingt in dem Genre zu Hause, in dem ich mich bewege. Ich denke aber, das ist normal: Wie viele andere Leute fühle auch ich mich zu Menschen hingezogen, die anders sind als ich selbst.
Wie Noel Gallagher von Oasis einmal gesagt hat: Die Songs fliegen einem einfach zu. Man muss deshalb unbedingt jeden Tag zu seiner Gitarre greifen, um die Musik einzufangen. Sonst fängt sie nämlich ein anderer, Chris Martin zum Beispiel!