Musik

Er kommt ans St. Peter at Sunset: 7 interessante Fakten über Sting

17.10.2026 von Christoph Soltmannowski

Am Freitag, 9. Juli 2027, spielt Sting am St. Peter at Sunset in Kestenholz. Er ist dann 75 Jahre alt, hat über 100 Millionen Alben verkauft und 17 Grammys gewonnen. Sieben Fakten über den Mann, der eigentlich Gordon Sumner heisst.

1 | Sting fuhr Bus, bevor er Stadien füllte

Gordon Matthew Thomas Sumner kam 1951 in Wallsend bei Newcastle zur Welt, als Sohn eines Milchmanns und einer Coiffeuse. Er arbeitete als Busfahrer und auf dem Bau, spielte als Musiker auf einem Kreuzfahrtschiff und unterrichtete in einem Bergarbeiterdorf. Den Namen Sting verdankt er einem gestreiften Pullover.

Erst 1977 gab er die Stelle als Lehrer auf und gründete mit Stewart Copeland und Andy Summers The Police. Rockstar werden wollte er nie, sagte er 2026 im US-Fernsehen. Er wollte von der Musik leben.

2 | Er gehört zu den besten Bassisten der Welt

Der «Rolling Stone» setzte Sting im September 2026 auf Platz 32 seiner Liste der 50 besten Bassisten aller Zeiten. Singen und gleichzeitig Bass spielen brachte er sich selbst bei. Dazu hörte er Beatles-Platten mit 78 Umdrehungen, um die Basslinien von Paul McCartney deutlicher zu hören.

Stewart Copeland sah ihn 1976 zum ersten Mal auf der Bühne. Er habe nur den Bassisten bemerkt, erinnert er sich. Dass der auch sang, sei ihm entgangen.

3 | Der «Englishman in New York» war ein anderer

Sein bekanntester Solosong handelt von Quentin Crisp. Der britische Autor lebte offen homosexuell in New York und musste dort um Akzeptanz kämpfen. Im Interview mit event. sagte Sting 2017 dazu: «Seit Quentin 1999 von uns gegangen ist, bin ich der Englishman in New York.»

Er wohnt am Central Park und geht zu Fuss durch Hell’s Kitchen. «Ich habe keine Bodyguards, ich habe keine Limousinen. Ich laufe einfach.» Sein Album «57th & 9th» trägt den Namen der Kreuzung, die er dabei täglich überquert.

4 | In Zürich spaziert er fast unerkannt am See

Sting war nach eigener Schätzung zwölf- bis fünfzehnmal in Zürich. Hier lebt ein guter Freund, der wie er aus Wallsend stammt. 2017 erzählte er event., er sei am Morgen in T-Shirt und Jeans dem See entlang gegangen. Zwei, drei Leute hätten ihn erkannt. «Man kann sich hier frei bewegen, das war schön.»

Die Schweiz beschäftigte ihn damals auch politisch. Grossbritannien hatte eben den EU-Austritt beschlossen. In der Schweiz sah Sting ein Land, das allein lebt und trotzdem mit seinen Nachbarn im Austausch steht.

5 | Seine Songs dürfen sich verändern

Sting singt heute Lieder, die er vor über 40 Jahren geschrieben hat. Gleich klingen sie nie. 2017 sagte er event.: «Jeden Abend entfaltet sich etwas, das es vorher noch nicht gab.» Seine Songs sollen keine toten Kunstwerke sein.

Im Januar 2026 spielte er mit Gitarrist Dominic Miller im Amsterdamer Rijksmuseum, direkt unter Rembrandts «Nachtwache». Arte filmte den Abend, das Album heisst «The Night Watch». Das Museum gab ihm eine Gitarre aus dem 17. Jahrhundert, einst im Besitz von Ludwig XIV. Sting reichte sie an Miller weiter. Ein Profi solle sie spielen.

6 | Seine Kinder müssen selbst arbeiten

Sting hat sechs Kinder. Eliot Sumner und Joe Sumner machen Musik. Schon 2017 sagte er event., er habe sie ermuntert, Musiker zu werden. «Aber nie habe ich gesagt: ‹Werdet Stars!›» Musik sei für ihn ein spiritueller Pfad.

Im Mai 2026 wurde er im Sender CBS deutlicher. Er bezahle die Ausbildung, danach müssten die Kinder ihr Geld selbst verdienen. Das sei Vertrauen. Er stamme aus der Arbeiterklasse und liebe die Arbeit.

7 | Pensionieren lassen will er sich nicht

2017 war Sting 65. Auf die Frage nach dem Ruhestand antwortete er event.: «Ich kann es mir gar nicht leisten.» Crew und Band müssten ihre Hypotheken bezahlen. «Kein Workaholic, aber ein Worker. Die Arbeit macht mich glücklich.»

Daran hat sich nichts geändert. 2026 tourte er mit «Sting 3.0» durch die USA und Europa, spielte zum neunten Mal in Montreux und eröffnete das Stars in Town in Schaffhausen. «The Last Ship» brachte er an die Metropolitan Opera und nach London, wo er auch an seinem 75. Geburtstag auf der Bühne stand. Wie sich 75 anfühle? Besser, als tot zu sein, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Am 9. Juli 2027 kommt er nach Kestenholz. Wer ihn dort hört, hört «Roxanne» und «Fields of Gold» so, wie Sting sie an diesem Abend neu entdeckt.

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