Nach 25 Jahren Pause ist The The zurück. Unter anderem mit ihrem Megahit «This Is The Day» trug die Londoner Kultband zum Soundtrack der Achtzigerjahre bei. Mit «Ensoulment» liefert Frontmann Matt Johnson (63) sein erstes Studioalbum seit 1999 ab. Wir sprachen mit dem Post-Punk-Veteran über sein Comeback, KI und warum er keine Stadien füllen will. Am 29. Juni spielt The The – nach Jahrzehnten – endlich wieder in Zürich, im X-tra.
Ich war nie weg. Ich habe Filmmusik gemacht, Bücher geschrieben, bin gereist.
2018 kam dann die «Comeback Special»-Tour. Die Reaktionen waren überwältigend. Da dachte ich: Zeit für neue Songs.
Nicht nur. Es geht um das Leben im 21. Jahrhundert. Um KI, Politik, Krieg. Wie Nina Simone sagte: Jeder Künstler muss seine Zeit spiegeln. Heute ist es die Isolation im digitalen Zeitalter.
Die Musik muss mich emotional bewegen. Ich muss Gänsehaut bekommen. Wenn mich ein Song nicht berührt, wird er niemanden berühren. Das gilt, seit ich 15 bin.
Sie haben härter gearbeitet. Mehr getourt, waren produktiver. Das hat sich ausgezahlt. Aber extreme Berühmtheit zerstört das Leben. Was nützt Erfolg, wenn man nicht mehr frei herumlaufen kann?
Das sind meistens Leute zwischen 15 und 25. Nein, ich scherze: Das Publikum ist natürlich mehrheitlich in meinem Alter.
Ja. Es macht wieder Spass. Die Band von «Ensoulment» ist dieselbe wie bei der Comeback-Tour. Viel Lachen, viel Kreativität. Besser als in meinen Zwanzigern.
Ich habe zwei gute Freunde in Zürich – Dieter Meier und Boris Blank von Yello.