Bonfire ist eine deutsche Hardrock-Band, welche in Ingolstadt unter dem Namen Cacumen gegründet und 1986 in Bonfire umbenannt wurde.
Bandgeschichte
Der 1972 gegründeten Band Cacumen schloss sich 1978 Claus Lessmann an. Im Jahr 1981 wurde in der weiteren Besetzung mit Hans Ziller, Horst Meier-Thorn, Hans Hauptmann und Hans Forstner das erste, selbstbetitelte, Album von insgesamt dreien aufgenommen.
Nach der Umbenennung von Cacumen in Bonfire und dem Wechsel zur Plattenfirma BMG/RCA 1986 erschien das Bonfire-Debüt Don’t Touch The Light, woran zwei neue Mitglieder, Jörg Deisinger (Ex-Dynasty) am Bass sowie Dominik Hülshorst (Ex-Darxon) am Schlagzeug, beteiligt waren.
Im Jahr 1987 schied Dominik Hülshorst schon wieder aus; seine neue Wirkungsstätte wurde Kymera. Für ihn kam Edgar Patrik, der zuvor bei der Band Sinner gespielt hatte. Im Herbst desselben Jahres wurde das Album Fireworks veröffentlicht, welches sich bis heute alleine in Deutschland über 250.000 mal verkauft hat und somit den Gold-Status erreichte. Die Auszeichnung dafür erhielt Bonfire im Jahr 2004.
1988 verließ Gitarrist Horst Meier-Thorn aus gesundheitlichen Gründen die Band, die daraufhin Gerhard „Angel“ Schleifer von Pretty Maids verpflichtete. Während der Aufnahmen zum dritten Album Point Blank im folgenden Jahr muste Hans Ziller Bonfire wegen geschäftlicher Differenzen, die noch einige Zeit die Gerichte beschäftigen sollten, verlassen. Er gründete daraufhin seine eigene Band Ez Livin'. Anschließend wirkte Bonfire am Soundtrack zu Wes Cravens Film Shocker mit, wofür der Titel Sword and Stone aufgenommen wurde, den Paul Stanley und Bruce Kulick für das Kiss-Album Crazy Nights geschrieben hatten.
Das 1991-er Album Knock Out floppte. Kurz darauf verließ Claus Lessmann die Band. Ohne die beiden kreativen Köpfe Lessmann und Ziller war Bonfire am Ende. 1993 wurde praktisch postum noch ein Livealbum veröffentlicht, das, bezeichnend für den plötzlichen Misserfolg, die „Point Blank Tour“ dokumentierte statt der vorangegangenen „Knock 'Em Out Tour“, also keinen einzigen Song von Knock Out enthielt. Lessmann und Ziller veröffentlichten derweil im selben Jahr die EP Glaub dran unter dem Namen „Lessmann/Ziller“, deren sechs Lieder alle in deutscher Sprache sind.
Im Jahr 1995 kauften Lessmann und Ziller von der restlichen Band die Namensrechte an Bonfire. Währenddessen schrieben sie noch die Filmmusik für Joseph Vilsmaiers Film Charlie & Louise. Im Jahr darauf erschien als Comeback-Album Feels Like Comin’ Home. Gleichzeitig wurde mit dem in limitierter Auflage erschienenen Freudenfeuer ein Album veröffentlicht, das ausschließlich Lieder mit deutschen Texten enthält. Die ihres Namens verlustig gegangenen Angel Schleifer und Jörg Deisinger, die bereits 1993 mit dem Bonfire-Kurzzeitmitglied Michael Bormann als Charade weiter gemacht hatten, versuchten mit Projekten wie Demon Drive (1995, nur Schleifer) und Sabu (1996) ihr Glück.
Im Jahr 1997 erschien dann mit neuer, zum Teil von Ez Livin' mitgebrachter Besetzung – Sänger Claus Lessmann, die Gitarristen Hans Ziller und Chris Lausmann, Bassist Uwe Köhler und Schlagzeuger Jürgen „Bam Bam“ Wiehler – das Album Rebel Soul. Claus Lessmann ist auch als Interpret des bekannten FC-Bayern-Songs FC Bayern, Stern des Südens bekannt.
Chris Lausmann verabschiedete sich 2002 aus dem Line-up und wurde durch Keyboarder Thomas Streck ersetzt. Dieser wurde wiederum 2005 durch den Gitarristen Chris „Yps“ Limburg ausgetauscht, der bis dato zur festen Besetzung gehört. 2007 ging die DVD Double Vision, produziert von der Londoner Filmproduktionsfirma Transistor Pictures in den Handel; Regie führte Bernhard Kellerer.
Für die im Stadttheater Ingolstadt von 2008 bis 2010 aufgeführte Rockoper The Räuber schrieben Lessmann und Ziller die Musik. Bonfire trat dabei live auf der Theaterbühne auf.
Im Januar 2009 gab die Band bekannt, sich „im gegenseitigen Einvernehmen und in aller Freundschaft“ von Jürgen „Bam-Bam“ Wiehler zu trennen. Dominik Hülshorst, der bereits von 1985 bis 1987 bei Bonfire gespielt hatte, kehrte so, nach über zwanzig Jahren, auf den Schlagzeugerposten zurück.
Am 21. Januar 2011 erschien Bonfires neuester Longplayer Branded mit zwölf Liedern, darunter Neuauflagen der bereits veröffentlichten Songs I Need You und Rivers Of Glory. Im Oktober desselben Jahres erschien das Live-Album „Fireworks… Still Alive“, welches neben dem kompletten Fireworks Album die vier zusätzlichen Tracks „You make me feel“, „Just follow the rainbow“, „Sword and stone“ und das Steve Lee-Tribute „I'm on my way“ enthält.
2012 Bonfire und Schlagzeuger Dominik Hülshorst haben sich in gegenseitigem Einvernehmen getrennt. Die vakante Position wird in naher und möglicherweise auch darüber hinaus mit Harry „Fireworks“ Reischmann besetzen, der mit der Band bereits in der Ukraine im März 2012 auftrat.
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