Elisabeth - Das Musical
Die wahre Geschichte der Sissi
Der Musical-Welterfolg von Michael Kunze und Sylvester Levay kommt wieder in die Schweiz und gastiert auf seiner 20 Jahre Jubiläumstournee vom 19. Januar bis 5. Februar 2012 im Musical Theater Basel. 55'000 Zuschauer haben ELISABETH im 2008 im Theater 11 besucht und acht Millionen Zuschauer weltweit haben seit der Weltpremiere 1992 ihr Herz an ELISABETH - Das Musical, verloren. Mit ihrer dramatischen und herzergreifenden musikalischen Darstellung des Lebens der schönen Kaiserin schufen Michael Kunze und Sylvester Levay einen Klassiker, der sich zum erfolgreichsten deutschsprachigen Musical aller Zeiten entwickelt hat.
Das Schicksal der Kaiserin Elisabeth von Österreich, besser bekannt als Sissi, hat die Menschen wie kaum ein zweites berührt und fasziniert zugleich. Bis heute ist ihr Mythos weit über die Grenzen Europas hinaus lebendig. Musik, die ans Herz geht, prunkvolle Kostüme und grandiose Bühnenbilder machen das erfolgreichste deutschsprachige Musical zum einzigartigen Erlebnis.
Handlung
Kaum jemand hat sie vergessen: die wunderbaren Sissi-Filme der 50er Jahre. Doch Kaiserin Elisabeth von Österreich war eine weitaus vielschichtigere Persönlichkeit, als dieses romantisch verklärte Bild vermuten lässt. Als der junge Kaiser Franz Joseph sich in die bildhübsche Sechzehnjährige verliebt, scheint für Elisabeth ein Traum in Erfüllung zu gehen. Doch mit für ihre Zeit ungewöhnlicher Selbständigkeit strebt die starke, junge Frau nach Verwirklichung und Unabhängigkeit. Ihr unbändiger Freiheitsdrang steht jedoch im Gegensatz zum strengen höfischen Protokoll und den Anordnungen ihrer unnachgiebigen Schwiegermutter. Zusehends empfindet Elisabeth den Kaiserhof als einen goldenen Käfig. Als der verführerische Tod in ihr Leben tritt, wird die Geschichte der schönen Kaiserin zu einem überwältigenden Drama. Ein wahres Wechselbad der Gefühle erwartet die Zuschauer, bis sich schliesslich in einem ergreifenden Finale das Schicksal dieser bemerkenswerten Frau erfüllt...
Die fesselnde Inszenierung wird auch Sie unweigerlich in ihren Bann ziehen. „ELISABETH" bringt Ihnen Sissis Schicksal nahe wie nie zuvor: hochdramatisch, zeitgemäss und unvergesslich!
Das Kreativ-Team
Michael Kunze: Idee, Buch- und Liedtexte
Michael Kunze begann schon als Student Ende der 60er Jahre sehr erfolgreich Liedertexte zu schreiben. Er landete Hit auf Hit und war bald der gefragteste Songwriter Deutschlands. Als erstem Deutschen gelang ihm 1976 sogar der Sprung auf die Nummer Eins der US-Hitparaden. In den USA und Europa produzierte er für internationale Pop-Interpreten wie Silver Convention, Herbie Mann, Julio Iglesias, Gilbert Bécaud und Sister Sledge. Ein Grammy und über 70 Gold- und Platinschallplatten zeugen von diesem Abschnitt seiner Karriere. Auf dem Scheitelpunkt seines Erfolges zog sich Michael Kunze aus der Pop-Branche zurück, um sich der Literatur zu widmen. Seine Sachbücher „Der Freiheit eine Gasse“ und „Strasse ins Feuer“ wurden Bestseller, das letztgenannte auch in den USA, Japan und Brasilien. Trotz seiner erfolgreichen Veröffentlichungen blieb er der Unterhaltungsbranche weiter treu. Gewissermassen nebenbei konzipierte er grosses und bis heute fortwirkendes TV-Entertainment (ARD-Sport-Gala, Peter-Ustinov-Show, Bambi-Gala).
Seit Anfang der 90er Jahre hat sich Michael Kunze ganz auf die Arbeit für das Musiktheater konzentriert. Bisher wurde jedes von ihm geschriebene Musical - ELISABETH, MOZART! und TANZ DER VAMPIRE - zum internationalen Erfolg (Aufführungen in Österreich, Ungarn, Schweden, Holland, Deutschland, USA und Japan). Zusammengenommen erreichten die Produktionen bisher über acht Millionen Zuschauer. Darüber hinaus hat der Autor fast alle bekannten internationalen Musicals ins Deutsche übertragen, darunter EVITA, CATS, DAS PHANTOM DER OPER, DER KÖNIG DER LÖWEN, MAMMA MIA! und Elton John & Tim Rice’s AIDA. Jüngere Arbeiten von Michael Kunze sind ein Sprechtheaterstück mit dem Titel LENYA (Uraufführung Kurt-Weill-Festival Dessau 2002), eine amerikanische Oper (RAOUL; Musik: Gershon Kingsley), die Musicals REBECCA (Musik: Sylvester Levay) und MARIE ANTOINETTE (ebenfalls Musik: Sylvester Levay), das im November 2007 in Japan Weltpremiere feierte und dessen deutsche Uraufführung Anfang 2009 in Bremen stattfand.
Michael Kunze lebt in Hamburg und New York. Er ist Mitglied der deutschen Dramatikerunion und der amerikanischen Dramatists Guild, Inc.
Sylvester Levay: Musik, Chorsatz und Orchestrierung
1945 als Sohn ungarischer Eltern in Maria Theresienstadt (im heutigen Subotica) geboren, absolvierte er dort auch die Schule und ein Musikstudium. Bereits mit 15 Jahren gewann er seinen ersten Kompositionswettbewerb. Ab 1962 tourte er mit verschiedenen Orchestern durch ganz Europa, bis er 1972 nach München kam.
Dort arbeitete er zunächst als Pianist, Arrangeur, Komponist und Dirigent für Münchner Studios. Er schrieb für Udo Jürgens, Katja Epstein, Penny McLean, Gitte Haenning und viele andere.
In dieser Zeit lernte er Michael Kunze kennen. Zusammen produzierten sie Welthits wie „Fly Robin Fly“, „Get Up and Boogie“ (Silver Convention) und „Lady Bump“ (Penny McLean) sowie diverse Schallplatten. Für „Fly Robin Fly“ erhielt Levay den Grammy, Amerikas höchste Musikauszeichnung.
Zwischen 1977 und 1980 komponierte und produzierte Levay für Elton John, Donna Summer, Herbie Man und Sister Sledge, er dirigiert und orchestriert alle seine Werke selbst und spielt verschiedene Instrumente wie Klavier, Saxophon, Klarinette, Querflöte und Orgel.
Die darauf folgenden 20 Jahre lebte Sylvester Levay in Hollywood und konzentrierte sich auf das Komponieren von Filmmusik. Er arbeitete mit Michael Douglas, Charlie Sheen, George Lucas, Sylvester Stallone, Whoopie Goldberg, Peter O´Toole und Steven Spielberg. Dabei entstanden unter anderem die Filmmusiken für COBRA (Sylvester Stalone), HOT SHOTS (mit Charlie Sheen), BURGLAR (mit Whoopie Goldberg), TOUCH AND GO (mit Michael Keaton), CREATOR (mit Peter O’Toole), und FLASHDANCE (mit Jennifer Beals). Während dieser Zeit komponierte Sylvester Levay für über 100 amerikanische Spielfilm- und Fernsehproduktionen. Er wurde in die National Academy of Recording Arts & Sciences (NARAS) und die Academy of Television Arts & Sciences (ATAS) gewählt und hielt an den amerikanischen Universitäten UCLA und USC Vorlesungen über Filmkomposition.
Für deutsche Fernsehproduktionen schrieb er die Musik, u.a. für den „Goldenen Löwen“, den „Deutschen Fernsehpreis“ und „Bambi“.
Mit Michael Kunze widmete er sich ab den 90er Jahren einem neuen Genre, dem Musical: HEXEN HEXEN wurde 1991 auf einer Freilichtbühne des Theaters Heilbronn mit grossem Erfolg gespielt. 1992 hatte die zweite Musical-Produktion im Theater an der Wien unter der Regie von Harry Kupfer Weltpremiere: ELISABETH, 1999 folgte MOZART!. Mit Michael Kunze setzte er die erfolgreiche Musical-Arbeit fort, mit den DramaMusicals REBECCA und MARIE ANTOINETTE.
Harry Kupfer: Regie
Harry Kupfer studierte Theaterwissenschaft in Leipzig. 1958 debütierte er mit Dvoráks RUSALKA in Halle und übernahm die Leitung des Opernensembles am Theater in Stralsund. 1962 wurde er Oberspielleiter des Theaters in Chemnitz (ehemals Karl-Marx-Stadt) und 1966 Operndirektor des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Hier inszenierte er u. a. DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, FIDELIO, DER FREISCHÜTZ, SALOME, DER LETZTE SCHUSS (Matthus). 1972 übernahm Harry Kupfer als Operndirektor und Chefregisseur die künstlerische Leitung der Staatsoper Dresden. 1981 wurde er als Chefregisseur an die Komische Oper Berlin berufen. Unter seinen zahlreichen Inszenierungen an diesem Hause waren DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG, Reimanns LEAR und Händels GIUSTINO, Siegfried Matthus’ JUDITH (Uraufführung), BORIS GODUNOW, OPHEUS UND EURYDIKE, CARMEN, HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN, JULIUS CÄSAR IN ÄGYPTEN, DIE FELDERMAUS. Grosse Beachtung fand der von IDOMENEO bis DIE ZAUBERFLÖTE reichende Mozart-Zyklus. Weitere Arbeiten an der Komischen Oper Berlin waren u. a. FIDELIO, KÖNIG HIRSCH, ORPHEUS IN DER UNTERWELT, DIE ZAUBERFLÖTE, TITUS und ELEKTRA. 2000 wurde Aribert Reimanns Oper BERNARDA ALBAS HAUS in der Regie von Harry Kupfer an der Bayerischen Staatsoper München uraufgeführt und erlebte im Juni 2001 die Berliner Erstaufführung. Brittens THE TURN OF THE SCREW war Harry Kupfers letzte Inszenierung als Chefregisseur an der Komischen Oper Berlin. Dafür erhielt er den Bayerischen Theaterpreis 2002 in der Sparte Oper.
Harry Kupfer ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Freien Akademie der Künste Hamburg und der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden und Professor an der Hochschule für Musik in Dresden. Auf der mehr als 200 Arbeiten umfassenden Werkliste Harry Kupfers stehen Inszenierungen in Graz, Kopenhagen, Amsterdam, Cardiff, London, Wien, Salzburg, San Francisco, Moskau, Zürich, Frankfurt/M., Köln, Mannheim, Stuttgart, München, Hamburg, Helsinki und Warschau. Die Inszenierungen DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (1978) und DER RING DES NIBELUNGEN (1988) bei den Bayreuther Festspielen wurden weltweit diskutierte Theaterereignisse. Zum Abschluss seiner Tätigkeit an der Komischen Oper Berlin wurde ihm das Grosse Bundesverdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Harry Kupfer ist Ehrenmitglied der Komischen Oper Berlin.
Dennis Callahan: Choreografie
Der Choreographie- und Regiemitarbeiter verschiedener Shows für die berühmte Radio City Music Hall in New York stammt aus Missouri, USA. Er kam 1988 erstmals nach Wien, um am Tanz-Gesang-Studio Theater an der Wien zu unterrichten und übernahm die Choreographie und Co-Regie bei EIN KÄFIG VOLLER NARREN an der Wiener Volksoper. Bei der Broadway-Produktion dieser Show war er zuvor als Dance Captain tätig. Seit 1994 choreographiert er alljährlich die beliebte CHRISTMAS SHOW der Radio City Music Hall. Seit 1996 war er mehrfach am Musicalsommer Amstetten beteiligt mit BLONDEL, MOBY DICK und THE WILD PARTY.
Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen die Choreographien zu Harry Kupfers Welt-Uraufführungsinszenierungen bei den Vereinigten Bühnen Wien: ELISABETH und MOZART! am Theater an der Wien. Nach GREASE in der Inszenierung von Michael Schottenberg am Raimund Theater war er dort auch an der Seite von Roman Polanski wesentlich am Erfolg der Uraufführung von TANZ DER VAMPIRE beteiligt. Die deutsche Erstaufführung der Show in Stuttgart im Jahr 2000 und die Inszenierung in Hamburg im Jahr 2003 wurden ebenfalls von Dennis Callahan choreographiert. Auch für die neue Inszenierung von ELISABETH in Essen im Jahr 2001 entwickelte er die Choreographie, genauso wie für die Deutsche Erstaufführung von MOZART! im selben Jahr in Hamburg. Im Jahr 2004 führte er Regie bei der Stuttgarter Produktion von ELISABETH und entwickelte im selben Jahr die Choreografie der Warschauer Produktion. Erst kürzlich führte er Regie beim Radio City CHRISTMAS SPECTACULAR in Toronto. Zur Berliner Premiere von Roman Polanskis TANZ DER VAMPIRE im Dezember 2006 zeichnete er für die Choreografie verantwortlich.
Das Musical ELISABETH
- Die wahre Geschichte der Sissi –
Annemieke van Dam - Elisabeth
Die 1982 geborene Holländerin hat in den Niederlanden und in Deutschland eine große Fangemeinde. Bis vor kurzem spielte sie in Stuttgart im Ensemble von 3 MUSKETIERE, zuletzt als Zweitbesetzung von Constance. In Deutschland stand sie lange Zeit in ELISABETH auf der Bühne, in der Rolle von Fräulein Windisch und als Zweitbesetzung der Titelrolle. 2004/5 spielte sie in ihrer Heimat in dem Hit-Musical CRAZY FOR YOU die Susie sowie die Zweitbesetzung von Polly Baker (Hauptrolle).
Annemieke van Dam studierte und absolvierte am Brabantse Conservatorium Musiktheater bei Edward Hoepelman und Antoinette Kouwenberg. Noch während des Studiums spielte sie in SWEENEY TODD die Beggerwoman und INTO THE WOODS unter der Leitung von Koen van Dijk die Lucinda. Anschließend verkörperte sie Dornröschen im gleichnamigen Musical im neuen Efteling Theater. Weiterhin realisierte sie drei Eigenproduktionen und gewann 1998 im Fernsehen als Natalie Imbruglia den ersten Preis in der SOUNDMIXSHOW. Bei den Bad Hersfelder Festspielen 2008 spielte Annemieke van Dam die Lisa Carew, die Verlobte in JEKYLL & HYDE.
Und im August 2008 war es soweit: A dream came true! Annemieke überzeugte als Erstbesetzung der Hauptrolle in ELISABETH im Berliner Theater des Westens und dem anschließenden Gastspiel des Stücks von Oktober 08 bis Januar 09 im Züricher Theater 11. Der Tages-Anzeiger schrieb am 20. Oktober 2008 über Annemiekes Spiel: „…die Hauptbesetzung Annemieke van Dam war bei der Premiere hoch bezaubernd…“, die Neue Zürcher Zeitung bezeichnet sie als „bezaubernd und stimmgewaltig“ (20.10.08).