Manolo Franco Barón wurde in Sevilla geboren und er mag wohl mit einer Gitarre zur Welt gekommen sein, die er kräftig in den Armen gefasst hielt.
Sein aussergewöhnliches Talent und seine musikalische Berufung lieferten ihn 1984 – mit kaum 24 Jahren und im Wettbewerb mit den echten Maestros des Gitarren – die Trophäe “Giraldillo del Toque” (Biënnale Sevillas); ein Preis der ihm einstimmig zuerkannt wurde von einer Jury mit bekannten Namen wie Juan Carmona “Habichuela”, Mario Escudero “Serranito”, Manolo Sanlucar und Paco de Lucia. Diese Jury nahm beim Urteilen Rücksicht auf die drei Aspekte des Gitarrenspieles: die Begleitung von Sang, von Tanz und das Solo - Manolo war in jedem beeindruckend gut.
Obwohl zu Recht ganz viel über diesen Gitarristen gesagt wird, merken wir uns vor allem dem, was Paco de Lucia über ihn sagte. Diese Meinung ist übrigens schon repräsentativ für das, was allgemein herausgefühlt wird: “Manolo Franco sprüht vor Inspiration; er hat ein sprudelndes Gitarrenspiel und ist voller neuer Ideen. Alles, was er hervorbringt, beweist seine technische Perfektion. Er zeigt eine Besessenheit von der Flamencomusik und von allem, was für Flamenco typisch ist." Diese meisterliche Beherrschung entgeht ihm niemals. Serranito beschrieb ihn wie als “ein grosser Interpret und ein grosser Erneuerer der Gitarre”.
Manolo Franco war auch der bevorzugte Gitarrenspieler Antonio Mairenas. Heutzutage ist er der feste Gitarrenspieler von Calixto Sanchez’; ein Sänger mit dem er sich perfekt verständigt.