Mariano Martìn fängt mit seinem Vater das Gitarrenspiel an, der ihn in die traditionellen Rhythmen einweist. Nach dem Musikstudium und zwei ersten Preisen an der regionalen Musikhochschule Strassburg, entscheidet er sich endgültig für die Flamenco-Gitarre.
1992 erzielt er den krönenden Titel in der Welt des Flamenco: den Ersten Preis "Bordon Minero" für Flamenco-Gitarre in einem der renommiertesten Flamenco-Festivals von Spanien, dem "Festival Nacional del Cante de las minas de La Union" (Murcia).
Mariano Martìn komponiert die Stücke seines Repertoires selbst und erhält seit 1995 Aufträge zur Komposition der Musik mehrerer Flamenco-Theaterstücke. Dabei kreiert er im Theaterhaus Stuttgart "La Petenera" (1997), "Don Juan" (2000), "Machismo" (2003), ein Werk, in das die Stuttgarter "Neue Vocalsolisten" integriert sind. Von der Presse gelobt, werden seine Werke in zahlreichen Festivals in Europa gespielt.
Vorgetragen hat Mariano Martìn seine Werke an so prestigeträchtigen Orten wie der Berliner Philharmonie, Wilhema Theater Stuttgart, der Oper von Stuttgart, im Münchner Herkulessaal sowie auf Gitarrenfestivals wie der ligita (Liechtenstein), Kastav (Kroatien), den "Open Strings" von Osnabrück, in Darmstadt oder auf den Flamenco-Festivals von Düsseldorf und Hamburg.
Er arbeitet zusammen mit Flamenco-Künstlern wie Curro Fernandez, Jose Parrondo, Jose Angel Carmona, Gerardo Nuñez, Rafael del Carmen, El Mistela, Ismael Fernandez, El Quisco de Alcala.
Die Begegnung mit Latif Chaarani, einem Musiker marokkanischer Herkunft (Perkussion und arabische Oud), markiert den Anfang einer innigen künstlerischen Wechselbeziehung. Ihre Arbeit betont die Eigenheiten zweier nachbarschaftlicher Kulturen mit subtilen, anspruchsvollen musikalischen Arrangements.
Mariano Martìn verkörpert eine Gratwanderung zwischen verschiedenen musikalischen Kulturen, seine Kompositionen lehnen jede Vereinfachung der Genres ab und weisen diesem Musiker in der Welt des Flamenco einen eigenen Platz zu. 2006 erschien seine erste CD mit dem Titel "Ese niño del alma".