Max Lässer & das Überlandorchester
Unerhörte Schweizer AlpenMusik
Auf diesen kurzen Nenner lässt sich bringen, was die Konzerte von «Max Lässer & das Überlandorchester» auszeichnet: Eine mitreissende Auseinandersetzung unserer musikalischen Tradition mit den Einflüssen zeitgenössischer Musik.
Nach der innovativen CD «Überland» und der gleichnamigen erfolgreichen Tournee mit seinem «Überland-Orchester» präsentierte der 59-jährige Max Lässer mit «Überland Duo+» eine ebenso überzeugende Nachfolge-CD. Einerseits nahm er damit den Faden wieder auf, den er vor über dreissig Jahren mit der CD «Alte Schweizer Tänze» gesponnen hat. Andererseits entwickelt er die Schweizer Tanzmusik weiter, die bereits die erste «Überland»-CD geprägt hat.
Zusammen mit Markus Flückiger, dem sicher besten und kreativsten Schwyzerörgelispieler in unseren Landen, pickte er aus der Volksmusik-Enzyklopädie von Hanny Christen rund ein Dutzend Rosinen heraus, die aus den verschiedensten Regionen der Schweiz stammen. Die Stücke wurden erspielt und zum Teil ergänzt. Auf der CD finden sich auch eigene Kompositionen, die sich nahtlos in die Tradition der Schweizer Tanzmusik einfügen
2009 erschien die erste CD des 8 – Köpfigen Überlandorchesters, «Überländler», die auf der grossen Frühjahrstournee 2009 vorgestellt wurde. 2010 wurde Lässer zudem der AZ-Kulturpreis verliehen, in Anerkennung für die konsquente Arbeit der letzten Jahre. Nun ist das neue Werk «Iigschneit» erschienen, und das Orchester geht in leicht veränderter Besetzung wieder überland.
Verbunden mit unserer eigenen Weltmusik
Die Musik zeichnet sich durch jene «alpine Stimmung» aus, welche schon Lässers erste «Überland»-CD auszeichnete. Bereichert von Flückigers virtuosem Spiel, entstand eine einzigartige Art von Schweiz Tanzmusik: Nie gehörte, im doppelten Wortsinn unerhörte harmonische, melodische und rhythmische Elemente mischen sich mit Melodien, die vor über 100 Jahren in unseren «Stubeten» zu hören waren. Und selbst die mannigfaltigen Einflüsse der letzten vierzig Jahre Populärmusik sind gekonnt miteinbezogen.
Hinter dem «Überland»-Konzept steht Lässers Idee von der Suche nach einer Musik, die mit dem Ort verbunden ist, an dem wir leben. Dahinter steckt sein Bestreben, eine Musik zu schaffen, die diese Identität – unsere musikalische Identität – hörbar machen kann. In diesem Sinn bedeutet «Überland» die Auseinandersetzung mit unserer eigenen «Weltmusik», der Musik des Alpenraumes: eng und weit, knorzig und luftig – ganz wie die Landschaft, in der sie entsteht.
Eigene musikalische Sprache
Der Begriff «Überländler» bringt genau auf den Punkt, worum es Max Lässer und seinem Überlandorchester geht: Durch den Einbezug der mannigfaltigen Einflüsse der letzten vierzig Jahre Populärmusik werden die Grenzen unserer traditionellen Schweizer Musik überschritten. Es entsteht eine neue Art von Schweizer Tanzmusik, die sich zwar ganz klar und unüberhörbar zur Musik unseres Alpenraums bekennt, die gleichzeitig aber auch neue harmonische und rhythmische Elemente mit einbezieht, die auf innovative, kreative und vor allem auch lustvolle Weise ein buchstäblich unerhörtes Hörerlebnis schaffen.
In dieser Verbindung verschiedener Stile hat die Band nicht nur eine eigene musikalische Sprache entwickelt. Ihr gelingt auch eine derart perfekte Symbiose von Tradition und Moderne, dass sich kaum mehr unterscheiden lässt, welche Melodien aus dem jahrzehntealten Fundus der Schweizer Volksmusik stammen, und welche für diese Produktion aktuell entstanden. Die gekonnte Zusammenstellung des Überlandorchesters mit arrivierten Musikern verschiedenster Herkunft bietet Gewähr für ein musikalisches Erlebnis erster Güte, das in der Lage ist, die ganze Brandbreite unserer eigenen «Weltmusik» auszuloten: Dazu gehören die wohl virtuosesten Exponenten der Ländlerszene, wie Markus Flückiger am Schwyzerörgeli und Dani Häusler an der Klarinette, aber auch die grenzüberschreitenden Klangkünstler Töbi Tobler am Hackbrett oder Anton Bruhin an der Maultrommel.
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