Manche Kindheitsträume werden wahr. So auch bei Jazz-Sänger Michael Bublé: Ein Kanadier mit italienischen Wurzeln, der die Herzen seiner Fans mit seiner aussergewöhnlichen Stimme und seinem Charisma im Sturm erobert.
Michael beginnt bereits von einer Karriere als Sänger zu träumen, als sein italienischer Grossvater ihn als kleinen Jungen erstmals mit der Musik der US-amerikanischen Swing-Jazz-Truppe The Mills Brothers bekannt macht. Die Musik beeindruckt ihn derart, dass sein Berufswunsch fortan feststeht: Er will Sänger werden.
Sein Grossvater bestärkt ihn in diesem Wunsch und unterstützt Michael bei seiner Teilnahme an diversen Talentwettbewerben. Der junge Sänger arbeitet unermüdlich an seinem Weg ins Rampenlicht, nimmt mehrere selbstfinanzierte Alben auf und singt in Musicals. Doch seinen endgültigen Durchbruch verdankt er einem reinen Zufall.
Durchbruch auf einer Hochzeit
Michael Bublé singt auf der Hochzeit der Tochter eines kanadischen Lokalpolitikers, als er einem der Gäste durch seine Interpretation von Kurt Weills „Mackie Messer“ aus der Dreigroschenoper auffällt. Der Gast ist kein Geringerer als David Foster, Musikproduzent und mehrfacher Grammy-Gewinner.
Foster ist so angetan von dem Hochzeitssänger, dass er ihn unter Vertrag nimmt. Im Jahr 2003 erscheint das erste Album aus dieser Zusammenarbeit – es heisst schlicht „Michael Bublé“ und erobert nicht nur in Kanada die Charts. Sein zweites Album „It’s Time“ (2005), inzwischen bei Reprise Records der Warner Music Group, macht ihn auch in Deutschland zum Star: Es klettert bis auf Platz 2 der Charts und wird für über sechs Millionen verkaufte Einheiten mit Doppelplatin ausgezeichnet. Auf „It’s Time“ ist neben Bublés Interpretationen bekannter Swing-, Jazz- und Popsongs (etwa von Nina Simone, Marvin Gaye, Stevie Wonder und den Beatles) auch die Eigenkomposition „Home“ zu hören, die zum weltweiten Hit wird.
Mit dem Folgealbum „Call Me Irresponsible“ (2007) knackt er in Deutschland Platz 1 und erhält für die Plattenverkäufe erneut eine Platinauszeichnung. Auch Tickets für die Shows von Michael Bublé verkaufen sich hervorragend. Durch sein Talent, Swing- und Jazzsongs auch für das Mainstream-Publikum zugänglich zu machen, verändert er nachhaltig die Musikszene. Das belegen untere anderem mehrere Grammys sowie ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.
Star ohne Allüren
Fast könnte man erwarten, dass solch bahnbrechende Erfolge einem Künstler zu Kopfe steigen. Nicht so bei Michael Bublé: Ob auf Tour oder im Studio, bei jedem Lied merkt man ihm an, dass er seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat.
Ungewöhnlich offen ist der Sänger was sein Privatleben angeht. So wissen die Fans nicht nur über seine Ehe mit dem argentinischen Model Luisana Lopilato Bescheid. Sie zeigen auch grosse Anteilnahme, als eines der Kinder des Paares vor einigen Jahren an Krebs erkrankt – und diesen schliesslich besiegt.
Michael Bublé wagt sich auch immer mal wieder vor die Filmkamera. So war er beispielsweise schon in der Mystery-Serie „Akte X“ als Gastdarsteller zu sehen. Im deutschen Fernsehen ist Michael Bublé in Shows und Talkrunden immer wieder ein gern gesehener Gast.