Persephone ist eine im Jahr 2000 gegründete deutsch-österreichische Band, die dem Genre der Neoklassik zuzuordnen ist. Es handelt sich dabei um ein Seitenprojekt der L'âme Immortelle-Sängerin Sonja Kraushofer. Den zweiten Kopf der Formation bildet der Cellist Martin Höfert (Ex-Janus). Ferner spielte Wim Leydes (Ex-Christian Death) bei der Gründung der Gruppe eine tragende Rolle.
Geschichte
1999 lernt Sonja Kraushofer Wim Leydes während der Christian-Death-Tour kennen, welcher ihr einige selbstkomponierte Stücke vorspielt. Ein Jahr später entsteht der Gedanke, zusammen mit dem Produzenten Tobias Hahn ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen.
2001 nimmt das Projekt langsam eine feste Form an: In dem Rödermarker Nachtschicht-Studio wird das erste Album "Home" produziert. Das Artwork übernimmt Joachim Luetke. Die CD wird dem Flair entsprechend auf alten Burgen und Schlössern präsentiert und erhielt bei der Presse ein positives Feedback. Kurze Zeit später tritt Persephone als Support von Janus die "Winterreise" Tour an, welche sich als voller Erfolg entpuppt. Noch im selben Jahr spielen Persephone auf dem Wave-Gotik-Treffen und erhalten Unterstützung von Holger Wilhelmi, der bis heute zur Band gehört.
2003 wird die EP "Still..." in limitierter Auflage veröffentlicht. "Still..." ist bis heute die einzige Veröffentlichung von Persephone, die Liveaufnahmen enthält. Tobias Hahn stieg aus beruflichen Gründen aus der Band aus. Während der Produktion des neuen Albums stoßen auch zwei neue Mitglieder zu der Band.
Mit der Veröffentlichung des zweiten Albums "Atma Gyan" entsteht ein neues Konzept, welches besagt, dass pro Monat ein Konzert stattfinden soll. Mit John Abdelsayed am Schlagzeug wird die Band vervollständigt. Im Winter desselben Jahres erscheint das dritte Album "Mera Sangeet Kho Gaya". Es bildet die Fortsetzung das Vorgängers "Atma Gyan" und somit das Ende des Konzeptes um die mystische Figur Persephone.
Im Album "Letters to a Stranger", das im November 2007 erschien, wird eine tragische Liebe thematisiert. Eine Frau lernt einen Fremden kennen, beide verlieben sich unsterblich ineinander und sehen sich nie wieder. Sie schreibt daraufhin Briefe an jenen Fremden, allerdings mit der Gewissheit, dass sie nie ankommen werden. Jedes Lied des Albums stellt sozusagen einen Brief dar. Das ist im Artwork konzeptionell berücksichtigt worden, weil jeder Songtext auf einem eigenen, einem Briefbogen nachempfundenen Faltblatt mit altertümlicher Schreibschrift abgedruckt ist. Zum Erscheinen des vierten Albums tourten Persephone unter anderem durch Prag, Zürich, Wien und Hannover.
Seither war es ruhiger um Persephone, hier und da gab es Konzerte und Festivalauftritte (u.a. beim Wave Gotik Treffen in Leipzig). Im Jahr 2010 wurden dann das zweite und dritte Album wieder veröffentlicht - wie auch das Re-Release des Debüts "Home" bei dem alten Label Trisol. Die CDs erschienen rechtzeitig zur Tour "Labyrinth of Longings", die im Rahmen einer großen Lese-Reise des deutschen Fantasy-Autors Markus Heitz stattfand. Das Besondere hierbei war die inhaltliche Verknüpfung der Buchpassagen von "Judassohn" und den Musikstücken von Persephone.
Hinweis:
Künstler- bzw. bandbezogene Texte auf dieser Seite stehen unter der
Creative-Commons-Attribution/Share-Alike-Lizenz
Quelle und Autorenliste:
Wikipedia /
Autorenliste