Chopin Plus – Beethoven & Chopin
Im Jahr des 200. Todestages von Ludwig van Beethoven widmet sich Pietro Massa einem Programm von außergewöhnlicher künstlerischer Dichte. Zwei der letzten Klaviersonaten Beethovens op. 109 und op. 110 treffen auf die vier Balladen von Frédéric Chopin. Beethovens späte Sonaten öffnen einen Raum jenseits der klassischen Form. Sie sind geprägt von klanglicher Konzentration, innerer Einkehr und einer Sprache, die an die Grenze des Sagbaren führt. In ihnen erhält Musik eine existenzielle Ausdruckskraft, fragil, suchend und von stiller Größe. Die vier Balladen Chopins stehen dem in nichts nach. Sie verbinden erzählerische Kraft mit poetischer Freiheit und technischer Virtuosität. Jede Ballade entfaltet eine eigene Welt zwischen Dramatik und Intimität.
In der Gegenüberstellung dieser Werke entsteht ein Spannungsfeld von besonderer Intensität. Es ist ein Programm, das nicht nur den Olymp der Klavierliteratur berührt, sondern in eine Sphäre führt, die über das rein Musikalische hinausweist und eine Erfahrung von Poesie und metaphysischer Tiefe eröffnet. Pietro Massa gestaltet diese Thematik mit einer klaren, unsentimentalen Handschrift und gerade in dieser Herangehensweise erschließt sich die emotionale Tiefe der Musik umso unmittelbarer. Sein Zugang sucht nicht den äußeren Effekt, sondern die innere Wahrheit der Werke. So wird das Hören selbst zum Erleben.
PROGRAMM
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sonate Nr. 30 E-Dur op. 109
I. Vivace ma non troppo – Adagio espressivo
II. Prestissimo
III. Gesangvoll, mit innigster Empfindung. Andante molto cantabile ed espressivo
Sonate Nr. 31 As-Dur op. 110
I. Moderato cantabile molto espressivo
II. Allegro molto
III. Adagio ma non troppo – Fuga. Allegro ma non troppo
PAUSE
Frédéric Chopin (1810–1849)
Vier Balladen Nr. 1 g-Moll op. 23
Nr. 2 F-Dur op. 38
Nr. 3 As-Dur op. 47
Nr. 4 f-Moll op. 52