Rihanna (* 20. Februar 1988 in Saint Michael, Barbados als Robyn Rihanna Fenty) ist eine barbadische R&B-Sängerin mit Einflüssen von Hip-Hop, Pop, Dance und Soca. Sie verkaufte bisher 25 Millionen Alben und 60 Millionen Singles weltweit, was sie zu einer der Interpreten mit den meisten verkauften Tonträgern weltweit macht. Außerdem wurde sie mit sechs Grammy Awards ausgezeichnet.
Privatleben
Familie
Rihanna wurde in Barbados in der Gemeinde Saint Michael geboren und wuchs in Bridgetown auf. Ihre Mutter Monica Fenty (ehemals Braithwaite) ist eine Buchhälterin aus Guyana, ihr Vater Ronald Fenty ist Lagerarbeiter in einer Bekleidungsfabrik und von irischer und barbadischer Abstammung. Sie hat zwei jüngere Brüder, Rorrey (* 1990) und Rajad (* 1996), sowie drei Halbgeschwister väterlicherseits: Kandy (* 1979), Samantha (* 1981) und Jake (* 1984), die allesamt aus verschiedenen Beziehungen ihres Vater stammen.
Rihanna besuchte auf Barbados zunächst die Charles F. Broome Memorial School und später die weiterführende Combermere School. 2004 nahm sie an einem Schönheitswettbewerb der Schule teil und wurde zur Miss Combermere School gewählt.
Als Jugendliche nahm sie an einem militärischen Programm teil, bei dem sie mit dem Militär von Barbados trainierte. Ihre Ausbildungsleiterin war die Sängerin Shontelle.
Von Winter 2007/2008 bis Februar 2009 war Rihanna mit dem Musiker Chris Brown liiert, von Dezember 2009 bis November 2010 mit dem Baseballspieler Matt Kemp.
Beziehung zum Vater
2004 erwischte sie ihren Vater angeblich dabei, wie er Drogen konsumierte. Daraufhin reichte ihre Mutter nach 14 Jahren Ehe die Scheidung ein, die noch im selben Jahr vollzogen wurde. Während der Ehe und auch danach war Rihannas Vater süchtig nach Crack, Alkohol und Marihuana, wohingegen er nach eigenen Aussagen heute clean ist.
2007 sagte die Künstlerin in einem Interview, dass sie seit ihrem achten Lebensjahr unter qualvollen Kopfschmerzen litt, sodass die Ärzte dachten, sie hätte einen Gehirntumor. Sie unterzog sich mehreren Computertomographien, doch erst mit der Trennung ihrer Eltern hörten die Schmerzen auf. Die Künstlerin brach bereits mehrmals den Kontakt zu ihrem Vater ab, so zum Beispiel 2008, als er betrunken auf einem ihrer Konzerte erschien und randalierte. Nachdem er 2009 in der Presse über die gewalttätige Auseinandersetzung seiner Tochter mit ihrem damaligem Freund Chris Brown redete, brach sie den Kontakt erneut ab.
Entgegen der Aussagen ihres Vater vom Januar 2011, sie hätten sich an Weihnachten 2010 wieder vertragen, sagte Rihanna 2011 in einem Interview mit der amerikanischen Vogue, dass sie es aufgegeben habe, die Beziehung zu ihrem Vater zu verbessern.
Auseinandersetzung mit Chris Brown
Von Winter 2007/2008 bis Februar 2009 war Rihanna mit Sänger Chris Brown liiert. Die Beziehung endete durch eine gewalttätige Auseinandersetzung nach dem gemeinsamen Besuch einer Vor-Grammy-Party im Februar 2009. Wenig später wurde bekannt, dass Chris Brown am betreffenden Abend wegen des Verdachtes, sträfliche Drohung gegen seine Freundin ausgesprochen zu haben, verhaftet worden war. Am 5. März wurde Brown wegen Körperverletzung und Bedrohung angeklagt. Aufgrund eines Fotos, welches vom Los Angeles Police Department am Tatabend gemacht worden war und welches Rihanna mit einigen Verletzungen und Wunden im Gesicht zeigte, schlug eine Organisation, bekannt unter dem Namen STOParazzi ein sogenanntes Rihanna-Gesetz (en: Rihanna’s Law) vor, welches Angestellte einer Strafverfolgungsbehörde abschrecken sollte, Fotos oder Informationen zu veröffentlichen, die Gewaltopfer ausnutzen beziehungsweise ausbeuten könnten.
Ende Mai des Jahres wurde bekannt, das Rihanna vom Gericht vorgeladen wurde, um am 22. Juni ihre Aussage zum Tathergang zu machen. Während des Verhandlungstages bekannte sich Brown nach einem Deal mit dem Richter im Anklagepunkt Körperverletzung schuldig und entging so einer Haftstrafe. Er wurde zu fünf Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, außerdem musste er an einem Anti-Aggressionsprogram teilnehmen und 190 Sozialstunden ableisten. Des Weiteren durfte er bis auf weiteres keinen Kontakt zu seiner Ex-Freundin aufnehmen und sich ihr bis auf höchstens 45 Meter nähern (bei öffentlichen Veranstaltungen 9 Meter). Rihanna wurde das Urteil anschließend im Gerichtssaal mitgeteilt. Sie teilte später über ihren Anwalt mit, dass sie die Strafe für gerecht und fair hält.
Nach dem Vorfall zog Rihanna sich einige Zeit aus der Öffentlichkeit zurück und gab nur sehr wenige Interviews. Erst bei Veröffentlichung ihres vierten Studioalbums Rated R äußerte sie sich zum damaligen Vorfall. Bei einem Tell-All-Interview, welches am 5. November im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, bestätigte sie das Gerücht, wonach ein Streit zwischen ihnen ausbrach, als sie eine SMS von seiner Ex-Freundin an ihn las. Brown habe sie diesbezüglich zuvor angelogen und sie habe ihn ertappt. In der Folge sei er ausgerastet und wurde gewalttätig.
Musikkarriere
Entdeckung
2003 gründete sie mit zwei Klassenkameradinnen eine Mädchenband, die im selben Jahr dem Produzenten Even Rogers vorgestellt wurde. Nachdem die Band vorgesungen hatte, wurde Rihanna noch einmal alleine ins Zimmer gebeten und sang den Song Emotion von Destiny’s Child.
Mit Hilfe von Carl Sturken und Rogers entstand eine Demo-CD aus vier Songs. Dazu gehörten die Ballade Last Time, eine Coverversion von Whitney Houstons Hit Saving All My Love for You und Rihannas erste Single Pon de Replay.
Nachdem die CD an verschiedene Plattenfirmen geschickt worden war, nahm sie das Label Def Jam nach einem Vorsingen in New York unter Vertrag. Das Vorsingen fand vor dem damaligen CEO von Def Jam Recordings, Jay-Z, statt.
2005–2006: Music of the Sun und A Girl Like Me
Nachdem sie einen Vertrag bei Def Jam Recordings unterschrieben hatte, nahm sie in den nächsten drei Monaten ihr Debütalbum Music of the Sun auf. Als Produzenten und Songschreiber waren unter anderem Evan Rogers, Carl Sturken, Stargate und Poke & Tone tätig. Die am 26. Juli 2005 international vorab veröffentlichte Single Pon de Replay erreichte Platz 2 der US Billboard Hot 100 und der britischen Singlecharts.
Von Oktober bis Dezember war sie auf der Rihanna’s Secret Body Spray Tour. Sie umfasste neun Auftritte in neun nordamerikanischen Städten und war Werbeträger für das Secret Body Spray, ein Eau De Parfüm. Außerdem promotete Rihanna ihr erstes Album im Vorprogramm von Gwen Stefani auf deren Harajuku Lovers Tour 2005.
Im Oktober 2005 begannen die Arbeiten an ihrem zweiten Album A Girl Like Me, dessen Single SOS Rihannas erster Nummer-Eins-Hit in den USA wurde.
Im Sommer 2006 begann Rihanna ihre erste große US-Tour, die Rihanna: Live in Concert Tour, gefolgt von der Rock the Block Tour von Jay-Z, bei der Rihanna gemeinsam mit Ne-Yo Gast bei drei Konzerten in Australien war. Von November 2006 bis Februar 2007 nahm sie als Vorgruppe für die Pussycat Dolls während deren PCD World Tour in Europa teil.
2007–2008: Good Girl Gone Bad
Am 5. Juni 2007 erschien das Album Good Girl Gone Bad, welches ein internationaler Top-10-Hit wurde. Mit über acht Millionen verkauften Tonträgern weltweit ist es ihr bisher erfolgreichstes Album. Es wurden zwei Top-1-Singles ausgekoppelt, weitere Singles erreichten hohe Chartplatzierungen. Der Sound des Albums entfernt sich vom rihannatypischen Reggae- und R&B-Sound und setzt auf mehr schnellen Dance-Pop und tanzbare Club- und Chart-Hits. Der Veröffentlichung folgte Rihannas Good Girl Gone Bad Tour, die sich bis zum Januar 2009 hinzog.
Im November 2008 veröffentlichte Rapper T.I. die Single Live Your Life aus seinem Album Paper Trail. Der Song, an dem er mit Rihanna zusammenarbeitete, erreichte Platz 1 der Billboard Hot 100. Rihannas fünfter Nummer-1-Hit in den Billboard Hot 100. Der Song konnte Platz 12 der deutschen Charts erreichen. Er war der Durchbruch von T.I. in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
2009–2010: Rated R
Im Dezember 2008 nahm Rihanna Demosongs für ihr viertes Album auf, darunter den Song Sexuality. Doch das ursprüngliche Konzept wurde nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit ihrem damaligen Freund Chris Brown im Februar 2009 verworfen, hingegen hatten der Vorfall und die Beziehung zu Brown nachfolgend großen Einfluss auf die Entstehung des Albums. So arbeitete sie bei diesem Album mit Ne-Yo, Justin Timberlake, Chase & Status, Stargate, The-Dream, Brian Kennedy und James Fauntleroy II zusammen. Zum ersten Mal schrieb Rihanna selbst an Texten mit, war bei einigen Songs als Co-Produzentin tätig und ihr wurde erlaubt, das Konzept des Albums selbst zu bestimmen. Die Texte seien laut eigener Aussage persönlicher und reifer, sie sei erwachsen geworden. Auf dem Album sind Einflüsse von Rock, Hip-Hop und R&B zu finden, vom leitenden Pop-Klang von Good Girl Gone Bad ist nur noch wenig vorhanden.
Im Mai 2009 spielte Rihanna die Hauptrolle im Musikvideo zu Kanye Wests Paranoid. Im Juni 2009 wurde auf dem Videoportal YouTube der Song Te Amo veröffentlicht. Der Song konnte somit schon vorab Platz 12 der Airplay Charts Brasiliens erreichen. Im Juli 2009 wurde die erste Single aus Jay-Z’ neuem Album The Blueprint 3, Run This Town, veröffentlicht, bei der Jay-Z sich Unterstützung von Rihanna und Kanye West holte. Der Song konnte in den USA Platz 2 erreichen und in Großbritannien Platz 1, womit der Song Rihannas dortiger dritter Nummer-1-Hit wurde.
Am 23. November erschien das vierte Album Rated R. Es verkaufte sich bisher über 4,5 Millionen Mal, konnte damit jedoch nicht mit den Verkaufszahlen von Good Girl Gone Bad mithalten. Rihanna bekam für ihr viertes Studioalbum durchweg gute bis sehr gute Kritiken, da es „eine ernstere, erwachsenere Rihanna zeigt, die etwas zu sagen hat“.
Am 20. Oktober 2009 wurde das Cover zur ersten Single und kurz danach der Song Russian Roulette veröffentlicht. Am 13. November, wurde die Single weltweit veröffentlicht und erreichte in 20 Ländern die Top Ten, darunter Deutschland, Großbritannien und die USA. In der Schweiz reichte es Anfang 2010 sogar für einen Nummer-1-Hit. Die zweite Single aus dem Album, Hard, eine Kollaboration mit Rapper Jeezy, erschien nur in den USA, schaffte es aber auch in Kanada in die Top Ten sowie in die Top 50 von England und Schweden. Im dazugehörigen Video arbeitete Rihanna zum ersten Mal mit der Regisseurin Melina Matsoukas zusammen. Die dritte Single, Rude Boy, wurde am 5. März 2010 in Deutschland veröffentlicht. Daraufhin stieg der Song in Deutschland sofort auf Platz 4 ein. In England schaffte es Rude Boy bereits einen Monat vor der offiziellen Veröffentlichung in die Charts, kurz darauf in die Top 3. In den USA schaffte es der Song in die Top Ten womit er Rihanna zur Sängerin mit den meisten Top-Ten-Hits seit dem Jahr 2000 machte, und zwei Wochen später auf Platz 1, wodurch Rihanna ihren sechsten Nummer-1-Hit landete und zur Künstlerin mit den meisten Nummer-1-Hits seit dem Jahr 2000 wurde. Als vierte Singles wurden Rockstar 101 in den USA, Te Amo in Deutschland veröffentlicht. Am 16. April 2010 startete Rihanna in Europa ihre zweite Welttournee, die Last Girl on Earth Tour. Der erste Teil der Tour ging bis 28. August 2010 und bestand aus 64 Auftritten in Europa und Nordamerika. Der zweite Teil startete 2011 in Australien. Gespielt wurden Songs aus allen vier Alben. Während dieser Tour war sie vier Mal in Deutschland. Begleitet wird sie von verschiedenen Support Acts der jeweiligen Länder, so z. B. in Großbritannien von Pixie Lott und in den USA von der Sängerin Ke$ha und dem Rapper Travie McCoy.
Im Juli 2010 stieg der Song Love the Way You Lie, eine Zusammenarbeit mit Rapper Eminem, die auf seinem Album Recovery zu finden ist, nach zwei Wochen vom zweiten auf den ersten Platz der Billboard Hot 100 und wurde Rihannas siebter Nummer-1-Hit. In den UK-Charts erreichte er den zweiten Platz. In Australien, Kanada, Neuseeland, Irland und Deutschland erreichte er ebenfalls Platz 1 der Singlecharts.
2010–2011: Loud
Bevor Rihanna ihr fünftes Album veröffentlichte, wirkte sie neben Eminems Love the Way You Lie auch in den von David Guetta produzierten und am 17. September 2010 veröffentlichten Lied Who's That Chick? mit.
Am 12. November 2010 erschien Rihannas fünfte Album Loud in Deutschland und am 16. November in den USA. Das Album unterscheidet sich zum letzten, indem es mehr Dance- und Clubsongs, wie bei Good Girl Gone Bad, beinhaltet. Das Album konnte Platz eins der UK- und der Schweizer Album Charts erreichen und war international in zahlreichen Top-10-Listen vertreten. Die Singles Only Girl (In the World), What's My Name? und S&M waren Top-Eins-Hits in den USA. Letzteres Lied war eine Zusammenarbeit mit Britney Spears.
Ende Dezember 2010 wirkte Rihanna neben Kid Cudi im Video zu All of the Lights von Kanye West mit. Des Weiteren beteiligte sie sich an dem Lied Fly von Nicki Minaj. Außerdem wirkte Rihanna noch im Video zu der Single Can't Get Enough von J. Cole und Trey Songz mit, welches am 15. September 2011 veröffentlicht wurde.
Am 4. Juni 2011 startete Rihanna ihre vierte Welttournee, die Loud Tour, um das Album zu promoten. Die Tournee führt sie von Nordamerika über ihr Herkunftsland Barbados und einigen Konzerten in Südamerika letztendlich nach Europa.
seit 2011: Talk That Talk
Auf dem Coldplay-Album Mylo Xyloto, das am 21. Oktober 2011 erschien, und auf dem Album Take Care von Drake, das am 14. November 2011 erschien, ist Rihanna jeweils bei einem Lied als Gastsängerin zu hören. Obwohl das Lied mit Coldplay, Princess of China nicht als Single veröffentlicht wurde, erreichte es Platz 20 in den Billboard Hot 100. Ebenfalls konnte das Lied mit Drake, Take Care noch vor der offiziellen Auskopplung Platz 9 der Billboard Hot 100 erreichen.
Rihannas sechstes Studioalbum Talk That Talk ist am 18. November 2011 erschienen, die erste Auskopplung We Found Love konnte sich in Deutschland, der Schweiz, den UK-Charts sowie in den USA auf Platz 1 platzieren. Es zählt zu den erfolgreichsten Songs im Jahre 2011 weltweit.
Kunstfertigkeit
Musik und Gesang
Rihanna wurde als eine der wenigen R&B-Diven bezeichnet, die aus dem karibischen Raum entstammen. und vermische R&B-Musik mit Elementen aus der karibischen Musik wie Reggae und Dancehall. Dabei verschmelze ihr Stil karibische Rhythmen mit gewöhnlichen Elementen des Dance-Pops.
Ihr Debütalbum enthielt Produktionen von den Entdeckern Rihannas, Evan Rogers und Carl Sturken, wie etwa die von traditionellem Reggae und Dance-Pop geprägte Debütsingle „Pon de Replay“. Die gleichen Musikstile finden sich auf ihrem zweiten Musikalbum. Rihanna stieg dann in die Pop- und R&B-Musik. Das Musikproduzententeam Stargate und Ne-Yo produzierten unter anderem ihren Hit Unfaithful. Mit Liedern wie „Kisses Don't Lie“ und „Shut Up and Drive“ orientierte sich der Musikstil mehr am Rock. Das dritte Album „Good Girl Gone Bad“ ist eher dem Dance-Pop zuzuordnen als dem Dancehall- und Reggae-Stil der vorigen Alben.
Die meisten ihrer von Stargate produzierten und von Ne-Yo geschriebenen Liebesballaden enthalten einen pop-orientierten Sound mit R&B-Einflüssen mit zart geschlagenen akustischen Gitarren. Einige ihrer schnelleren Dance-Pop-Lieder von Carl Sturken und Evan Rogers, Christopher Stewart und J. R. Rotem produziert. Rihannas Stücke enthalten auch Samples aus anderen Stücken wie Soft Cells „Tainted Love“ in „SOS“, New Orders „Blue Monday“ in „Shut Up and Drive“ und dem aus den 1970-ern stammenden Stück „Soul Makossa“ von Manu Dibango in „Don't Stop the Music“, das auch einen Teil des Refrains von Michael Jacksons „Wanna Be Startin' Somethin'“ enthält.
Einflüsse
Einer von Rihannas Haupteinflüssen auf ihre Musik ist Mariah Carey. Rihanna sagte: „Ich schaue ständig zu Carey auf. Ich verehre sie als Künstlerin. Carey zu treffen war für mich der schönste Moment im meinen Leben, diesen Moment werde ich nie wieder vergessen.“ Rihanna bezeichnet ebenso Madonna als eines ihrer Idole und starke Einflussteilnehmerin, sie sagte: „Madonna hat sich in ihrer Karriere immer wieder neu erfunden. Ich möchte die schwarze Madonna werden.“ Über Janet Jackson sagte Rihanna: „Sie war eine der ersten Popikonen, mit denen ich mich vergleichen konnte... Sie hat so viel Energie und Power. Ich habe sie auf der Bühne gesehen, sie kann dort für 20 Minuten stehen und die ganze Arena schreit nach ihr. Du musst Janet einfach lieben.“ Beyoncé hat ebenfalls einen starken Einfluss auf Rihannas Musik. Laut Rihanna selbst begann sie mit dem Singen, nachdem sie Beyoncé Knowles bei einem Auftritt mit Destiny’s Child gesehen hat. Weitere Musikalische Einflüsse kommen von Bob Marley (für ihn baute Rihanna in ihrem Zuhause in Los Angeles einen Schrein), Alicia Keys Whitney Houston, Destiny’s Child, Céline Dion, Brandy und Gwen Stefani. Ihre Freundin und ehemalige Island Def Jam Label Künstlerin Fefe Dobson ist jemand, den sie bewundert und zu der sie aufschaut. Rihanna liebt es mit anderen Künstlern und vor allem mit Dobson zu schreiben, singen und Musik zu machen.
Rihannas Musik enthält starke Einflüsse aus der karibischen Musik, die auch Reggae und Dancehall beinhaltet. Das Musikvideo zu Rude Boy wurde von ihren karibischen Wurzeln inspiriert. In einem Interview erklärte sie, dass sie in Barbados mit Reggae Musik aufwuchs. Als sie aber in die Vereinigten Staaten kam, wurde sie von vielen verschiedenen Arten von Musik überrollt. Während der Good Girl Gone Bad Tour, sang Rihanna unter anderem eine Coverversion von Bob Marleys Is This Love. Der Song wurde zu Ehren von Marley gespielt. Später sang Rihanna noch eine Coverversion von Bob Marley & The Wailers, Redemption Song. Rihanna erklärte, dass Marilyn Monroe und Vintage Kleidung für die visuelle Inspiration der Musikvideos von Hate That I Love You und Rehab diente; im Gegensatz dazu sind die „dunklen“ und etwas „gruseligen“ Szenen aus Disturbia von Michael Jacksons Thriller inspiriert. Das Musikvideo erreichte Platz fünf der „Top Five Most Paranoid Music Videos” von MTV Buzzworthy veröffentlicht. Jon Bream von der Star Tribune kommentiert: „Nach der Tradition von Madonna und Janet Jackson hat sich Rihanna als das Video “Biest” der 2000er herausgestellt ... Rihanna hat den Schmollmund, die langen Beine und zukunftsweisende Frisuren für Frauen und Männer gleichermaßen perfektioniert.“ George Epaminondas von der InStyle findet Rihannas Musikvideos wie „Filme“, wegen ihrer „Mischung aus Insel-Rhythmen und swingenden Pop und ... schelmischer Sinnlichkeit.“
Image
Rihanna begann ihre Karriere mit dem Image einer Reggae-Musikerin. Demzufolge hatte sie zu Beginn ein von Leichtigkeit und Exotik geprägtes Image, welches man ihr auch aufgrund ihres Aussehen zuschrieb. Während ihrer ersten beiden Alben verglich man Rihanna häufig mit Beyoncé Knowles, was Rihanna selbst oft negativ ausgelegt wurde, da man sie oft auch als „Kopie“ der Musikerin bezeichnete. Laut damaligen Medienberichten ähnelten sich vor allem Aussehen und Musikstil der beiden Künstlerinnen, zudem erwähnte der Boulevard auch vielmals Jay-Z, heutiger Ehemann von Beyoncé und gleichzeitig Mentor Rihannas.
Mit der Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums Good Girl Gone Bad veränderte sich das öffentliche Bild der Künstlerin. Dieser Imagewechsel schlug sich sowohl in ihrer Musik als auch in ihrem öffentlichem Auftreten nieder. Von nun an wurde der Kleidungsstil der Sängerin gewagter und sexier. 2009 fasste Tracey Lomrantz, Autorin beim Glamour, Rihannas Stil wie folgt zusammen: „Wenn Stil-Risiken in Meilen gemessen werden würden, hätte Rihanna den Globus schon tausendmal umkreist.“ Durch ihren Stil landete sie 2008 auf der Liste der 10 Best Dressed Stars of 2008 des People Magazins. Im Jahr 2009 landete sie auf Platz 17 der 50 Most Glamorous Women des Glamour Magazins. Sie ist in der Hot 100 Liste des Maxim Magazins in vier aufeinander folgenden Jahren erschienen, auf Position acht im Jahr 2007, 15 in 2008, acht in 2009, und auf Position sechs im Jahr 2010. Im Juni 2007 wurde Rihanna, beziehungsweise ihre Beine, zur Venus Breeze - Celebrity Legs Of A Goddess (deut. Beine von einer Göttin) von Gillette ernannt. Im Oktober 2011 wurde sie von den Lesern des US-Magazins Esquire zur Sexiest Woman Alive gewählt. Im August 2010 wurde eine Wachsfigur von Rihanna im Madame Tussauds in Washington DC veröffentlicht.
Rihanna ist zudem für einige Tattoos bekannt. Sie ließ sich eine Musiknote auf ihren Knöchel, das Symbol des Sternzeichens Fische hinter dem rechten Ohr, ein Sanskrit-Gebet auf ihrer Hüfte abwärts, einen Stern auf das linken Ohr, das Wort love (dt. Liebe) auf ihrem linken Mittelfinger, einen arabischen Schriftzug mit der Bedeutung „Freiheit in Christus“ auf ihren Brustkorb, eine Spur von Sternen auf ihrem Nacken bis zum Schulterblatt, ein Schädel mit einer rosa Schleife im Haar, die Phrase shhh... (deut. pssst...) auf ihrem rechten Zeigefinger, das Datum 11.4.86 in römischen Ziffern auf ihrer linken Schulter, eine im Henna-Stil gehaltene Drachenkralle einschließlich Hibiskusblüten, eine Pistole unter ihrer rechten Achselhöhle und eine Sechs-Wort-Phrase auf der Brust sowie den Ausdruck „rebelle fleur“ (deut. rebellische Blume) aus dem Französischen auf ihrem Hals tätowieren. Allerdings ist dieses Tattoo nach den französischen Grammatikregeln falsch geschrieben, richtig wäre in dem Fall "fleur rebelle". Ihr Waffen-Tattoo war eigentlich knapp unter den Schultern geplant, wurde aber letztlich auf die rechte Seite ihres Brustkorbs gestochen. In Antwort auf die Kritik über dieses Tattoos lautete die Meinung ihres Tätowierers Keith „BangBang“ McCurdys, dass das Motiv einfach für „Stärke und Kraft“ steht. Ihre dreizehnte Tätowierung, die sie auf der Brust trägt, besteht aus dem Satz: „Never a failure, always a lesson“ (deut. „Nie ein Misserfolg, immer eine Lektion“). Sie hat es laut McCurdy spiegelverkehrt tätowieren lassen, um es im Spiegel ansehen zu können. Als er sie fragte, warum sie es wolle, sagte sie, dass es ihr „Lebensmotto für alles“ sei.
Erfolge und Rekorde
Rihanna stellte bereits mehrere Rekorde in den deutschen Media-Control-Charts und in den Billboard Hot 100 auf. So waren im November 2008 acht Songs ihres Albums Good Girl Gone Bad gleichzeitig in den Hot-100-Charts, was zuvor nur Shania Twain gelungen war. Vom 8. Juni 2007 bis 15. Mai 2009 war sie für 100 Wochen ununterbrochen in den deutschen Single-Charts vertreten, solange wie keine andere Künstlerin. Damit liegt sie auf dem dritten Platz hinter Michael Jackson und den Backstreet Boys. Außerdem ist sie mit 19 Top-Ten- und elf Nummer-1-Hits in den Hot 100 die Künstlerin mit den meisten Hits in diesen Kategorien seit 2000. (Auf Platz eins: 1. SOS, 2. Umbrella, 3. Take a Bow, 4. Disturbia, 5. Live Your Life mit T.I., 6. Rude Boy, 7. Love the Way You Lie mit Eminem, 8. What's My Name?, 9. Only Girl (In the World), 10. S&M (Remix) und 11. We Found Love mit Calvin Harris). Mit der Platz 1 Positionierung von Only Girl (In the World) in den Hot 100 stellte Rihanna auch den Rekord als erste Künstlerin auf, deren zweite Albumsingle (What’s My Name?) noch vor der ersten Platz 1 der Hot 100 erreicht hat. Sie ist auch die erste Künstlerin, die jemals vier Nummer-eins-Hits in einem Jahr in den USA hatte. In Großbritannien und Österreich konnte der Song ebenfalls Platz 1 der Charts erreichen. Sie ist auch mit 17 Singles die Künstlerin mit den meisten Top-Ten-Platzierungen in der Weltrangliste im Verkauf von Singles in den 2000er Jahren. Fünf allein im Jahr 2010. In den britischen Charts hält sie mit Umbrella den Rekord mit der längsten Platz-eins-Platzierung. Darüber hinaus ist sie die einzige Künstlerin mit insgesamt sieben Platz-eins-Platzierungen in den Billboard Pop Songs in den USA. So ist sie mit Only Girl (In the World) zum siebten Mal auf Platz eins. Konkurrentinnen wie Mariah Carey, Beyoncé oder Lady Gaga, haben jeweils sechs Platz-eins-Eintragungen. 2011 konnte sie mit S&M ihre achte Platz-eins-Platzierung in den Billboard Pop Songs Charts feiern und ihren vorher eingestellten Rekord noch verbessern. Rihanna hat mit S&M Musikgeschichte geschrieben, es ist ihr zehnter Nummer-eins-Hit in den USA in nicht einmal fünf Jahren. S&M macht Rihanna damit zur Solokünstlerin, bei der in 52 Jahren Chartgeschichte am wenigsten Zeit zwischen ihrem ersten und ihrem zehnten Nummer-eins-Hit vergangenen ist. Nur die Beatles und die Supremes waren schneller. Die Beatles brauchten für 10 Nummer-eins-Hits nur ein Jahr und 8 Monate, während die Supremes um Diana Ross 2 Jahre und 8 Monate brauchten. Rihanna ist außerdem mit ihren 23 Jahren die jüngste Sängerin, die jemals 10 Nummer-eins-Hits landen konnte. Sie brach den alten Rekord von Mariah Carey. Rihanna ist nach Mariah Carey und Whitney Houston auch die erste Künstlerin, die aus zwei Alben drei Nummer-eins-Hits in den USA veröffentlichten konnte. Außerdem hat sie gemeinsam mit Britney Spears die meisten Nummer-eins-Hits in der Geschichte der Billboard Canadian Hot 100. 2010 konnte sich Rihanna im Guinness-Buch der Rekorde mit dem Erfolg ihrer Single Umbrella als „Best-Selling Download Female Artist in the U.K.“ platzieren.
Durch die Platz-eins-Positionierung von What's My Name? 2011 sicherte sich Rihanna einen weiteren Rekord. Sie ist die Künstlerin, der es gelungen ist, fünf Jahre in Folge, einen Nummer-1-Hit in den britischen Charts zu platzieren (2007: Umbrella, 2008: Take a Bow, 2009: Run This Town, 2010: Only Girl (In The World) und 2011: What's My Name?). Rihanna ist auch die erste weibliche Künstlerin, die nach 50 Jahren drei Top-Ten-Hits in den UK-Charts hatte, zuvor schaffte dies nur Vera Lynn mit zahlreichen Hits im Jahre 1952. Am 25. Februar 2011 bestätigte Rihannas Label Def Jam Recordings, dass sie erneut einen Rekord in Großbritannien erzielt hat. Sie ist die erste Künstlerin, der es gelang einen Rekordumsatz von über 10 Millionen Platten zu erzielen. Außerdem schaffte sie die 1 Milliarde Marke von Klicks auf YouTube. Dies gelang bis jetzt nur drei Künstlern vor ihr und Rihanna ist die zweite weibliche, der dies gelang. Ihre Vorreiter sind Justin Bieber, Lady Gaga und Eminem. Ihre im Juni 2011 startende Loud Tour brach ebenfalls einen Rekord. Sie schaffte es als erste weibliche Künstlerin, zehn Konzerte in der Londoner O2-Arena zu vermarkten. Der Rekord lag bisher bei 8 Konzerten von Britney Spears. Nachdem sich Rihanna schon 2010 im Guinness-Buch der Rekorde platzieren konnte, schaffte sie es auch sich in der 2012er Ausgabe, mit ihren vier Nummer-eins-Hits, Rude Boy, Love the Way You Lie, What’s My Name? und Only Girl (In the World), in den Billboard Hot 100 im Jahr 2010 als „Weibliche Künstlerin mit den meisten Nummer-eins-Hits in einem Jahr“ platzieren zu können.
Werbung
Im Laufe ihrer Karriere hat sich Rihanna zu einer bekannten Werbeträgerin entwickelt. Unter anderem war sie Teil von Werbekampagnen von Gucci, Nike, Procter & Gamble, Nivea und Giorgio Armani.
Soziales Engagement
Rihanna schloss sich 2006 der Believe Foundation an, einer Spendenorganisation, die sich für krebskranke Kinder einsetzt. Seit 2007 versuchte sie, einen Knochenmarkspender für das fünfjährige Mädchen Jasmina Amena zu finden. Rihanna besuchte Jasmina oft im Krankenhaus, zuletzt im November 2009. Jasmina starb am 27. Januar 2010 an ihrer Erkrankung. Noch während ihrer „The Good Girl Gone Bad Tour“ ging Rihanna auf die Charity-Tour der Believe Foundation. Ebenfalls während der Tour ging sie auf die A Girl’s Night Out Tour (2008), einer Tour aus drei Auftritten für den Modehersteller Escada, um für das Parfüm Moon Sparkle zu werben. Am 7. Juli 2007 trat Rihanna im Rahmen der Live-Earth-Konzerte in der japanischen Stadt Chiba auf. 2008 beteiligte sie sich an dem Wohltätigkeitsprojekt Stand Up to Cancer und sang mit vielen anderen Sängerinnen den Benefizsong „Just Stand Up!“ ein. Seit 2008 unterstützt Rihanna zusammen mit der Believe Foundation die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und konnte 2009 dazu beitragen, das Leben der 41-jährigen Mutter Lisa Gershowitz Flynn zu retten, indem sie dazu aufrief, sich bei der DKMS zu registrieren, woraufhin sich über 5000 neue Knochenmarkspender meldeten und 2000 potentielle neue Spender gefunden werden konnten, unter anderem auch für Lisa. Nach dem Erdbeben in Haiti im Januar 2010 schloss sich Rihanna der Hilfsorganisation „Hope for Haiti Now“ an und trat bei der dazugehörigen Spendengala neben vielen weiteren Stars auf. Sie sangen gemeinsam den Song „Stranded (Haiti Mon Amour)“. Außerdem sang sie in der Oprah Winfrey Show eine Coverversion des „Redemption Songs“ von Bob Marley. Der Erlös ging ebenfalls an Hope for Haiti Now.
Am 18. März 2011 wurde bekanntgegeben, dass Rihanna Teil der UNICEF-Kampagne Celebrity Tap Water ist, bei der Stars ihr eigenes Leitungswasser in Flaschen abfüllen und im Internet versteigern. Das eingenommene Geld wird für Menschen in Ländern, die Probleme mit der Wasserversorgung haben, eingesetzt. Nach der Erdbeben-, Tsunami- und Atom-Katastrophe in Japan im März 2011 beteiligte sich Rihanna an einem Charity-Album, dessen Erlös für das Japanische Rote Kreuz gespendet wird. Rihanna stellte ihre Single „Only Girl (In the World)“ zur Verfügung. Am 28. April 2011 nahm Rihanna an der fünften DKMS-Gala in New York City teil. Die jährliche Gala unterstützt Leukämieerkrankte und kämpft gegen diese Krankheit. In einem Interview meinte sie, dass ihr das Thema Leukämie sehr wichtig sei, weil vor allem Kinder an dieser Krankheit erkranken. Sie hielt unter anderem eine Rede und bekam einen Preis für ihr Engagement. Insgesamt wurden Spenden in Höhe von rund 1.5 Millionen Dollar eingenommen. Am 11. Juli 2011 trat Rihanna im Rahmen ihrer Loud Tour in Birmingham im Staat Alabama auf. Die Einnahmen dieses Konzerts waren ausschließlich für die Opfer der Tornado-Katastrophe im April 2011 in Alabama gedacht. Es wurden um die 175.000 Dollar eingenommen. Im März 2012 setzte sich Rihanna außerdem dafür ein, dass die Kampagne Kony 2012 Aufmerksamkeit auf der ganzen Welt erlangt, damit die Kampagne so viel Unterstützung wie möglich bekommt.
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