Der Nussknacker ist ein Ballett in zwei Akten mit der Musik von P. I. Tschaikowski. Es wurde erstmals am 18. Dezember 1892 im Mariinski-Theater in Sankt Petersburg unter der Leitung von Riccardo Drigo und in der Choregraphie von Lev Ivanov aufgeführt.
Das Russische Nationalballett aus Moskau präsentiert
Die beliebtesten Ballettklassiker aller Zeiten in einer atemberaubenden Darbietung
„Nussknacker“
Traumhaftes Weihnachtsballett für die ganze Familie
Musik: P.I. Tschaikowsky
Libretto: nach M.Petipa
Choreographie: L. Iwanow
„Nussknacker“ - zur Handlung:
“Marie ist in freudiger Erwartung des Weihnachtsabends. Unter vielen anderen Geschenken erhält sie vom alten, geheimnisumwitterten Onkel Drosselmeier nebst einer tanzenden, mechanischen Figur auch einen Nussknacker, der Maries kindliche Phantasie ganz besonders anspricht. Beglückt schläft sie mit dem Nussknacker im Arm unter dem Weihnachtsbaum ein. Sie hat einen seltsamen Traum. Onkel Drosselmeier lässt den Christbaum ins Unendliche wachsen, der Nussknacker wird lebendig…“
Die Geschichte führt den Zuschauer in das Zauberreich, wo das Gute und das Schöne herrschen und wohin man auch als Erwachsener immer wieder zurückkehren möchte. Die faszinierende Pracht von Bühnenbild und Kostümen, die märchenhafte Handlung, die Musik und der Tanz vervollständigt das vitale Werk voller Romantik und macht den Ballettabend zum wahren Fest.
Das Libretto des „Nussknackers“ basiert auf dem Märchen „Nussknacker und Mäusekönig“ von E. T. A. Hoffmann. Dieses, für den Komponisten neue Thema, die Entdeckung der Welt durch Kinder an der Schwelle zum Jugendlichen, lehnte sich an Ideen aus der sinfonischen Welt an und mündete in eine lyrisch- philosophische Dichtung. Der nach üblichen Kategorien nicht gerade umfangreiche (nur zwei Akte), als Puppenballett für Kinder konzipierte „Nussknacker“ wurde auf Grund der Bedeutung und des Reichtums seines Inhalts sowie seiner neuen Form zum Vorboten für viele Erscheinungen des russischen Balletttheaters am Anfang des 20. Jahrhunderts.
Zur Entstehungsgeschichte erzählt man sich, dass Modest Tschaikowsky das Märchen vom „Nussknacker und Mäusekönig“ des deutschen Dichters E.T.A. Hoffmann, das gerade in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts weltweit bekannt wurde, für die Kinder seiner Schwester zu einem Kinderzimmer-Spiel arrangierte. Der komponierende Bruder Peter Iljitsch dürfte bei diesem Familien-Idyll zugegen gewesen sein. Er berichtete darüber seinem „Dornröschen“ - Choreographen Marius Petipa. So wurde der Plan geboren, aus dieser „Nussknacker“ - Geschichte ein Ballett zu machen.
Im „Nussknacker“ findet eine neue Bilderwelt Eingang in das Ballett: Die charakteristische Zeichnung der Figur Drosselmeiers und des Königreichs der Mäuse vermittelt einen Hauch des „Schreckens“ und gleichzeitig der Ironie. Voller sinfonischer Entwicklung sind die Handlungstänze: das Wachsen der Tanne, der Schneeflockenwalzer, zwei Andante aus dem 2. Akt, die eine besondere, nur Tschaikowsky eigene Wärme, Menschlichkeit und lyrische Fülle der Gefühle ausstrahlen.
Erst mit dem Jahr 1892 - ein Jahr vor seinem Tod - uraufgeführten „Nussknacker“ hatte Tschaikowsky bei seinen Zeitgenossen endlich auch den so heiß ersehnten Erfolg als Ballettkomponist.
Das Russische Nationalballett
Das klassische Ballett hat in Russland eine traditionsreiche Geschichte, dessen hohe Kunst bis heute zelebriert wird. Berühmt für seine vollendete Technik, macht es den Körper zu einem Instrument der Ausdruckskraft und bringt damit die Kunst des Bühnentanzes zur Vollendung schlechthin.
Das Russische Nationalballett wurde in den späten 80er Jahren, während der Zeit der Perestroika als erste unabhängige Kompanie Russlands gegründet. Der Gründer war der legendäre Star und erster Solist des Bolschoi Balletts Maris Lieppa. Die ersten Solisten kamen vom Bolschoi, vom Kirow Ballett sowie aus Riga, Kiev und Kasan. Heute hat das Russische Nationalballett seine eigenen Ausbildungsstätten mit über 100 Tänzern und hervorragenden Ballettmeistern mit internationalem Ruhm und breitgefächerter Erfahrung. Alle Tänzer sind Absolventen der besten Ballettschulen Russlands, mit herausragenden tänzerischen Leistungen und internationalem Renommee. Oberstes Gebot des Ensembles ist ein harmonisches, in sich geschlossenes Gesamtbild und eine absolut präzise Tanztechnik.
Das Russische Nationalballett hat sich darauf konzentriert, neue Talente aufzubauen und – wie schon sein Name sagt – die nationale Tradition der bedeutenden russischen Ballettstücke aufrecht zu erhalten. Das Repertoire umfasst praktisch alle großen, abgeschlossenen Werke von Marius Petipa wie „Don Quichotte“, „La Bayadere“, „Dornröschen“, „Schwanensee“, „Raymonda“, „Paquita“, aber auch andere Produktionen wie z. B. „Der Nussknacker“, „La Sylphide“ , „La Fille Mal Gardèe“ , „Cinderella“, „Romeo und Julia“ , „Giselle“„Carmen“, „Märchenball“.
Mit diesem breiten Repertoire feierte das Russische Nationalballett weltweit seinen Erfolg u. a. in England, USA, Süd Afrika, China, Italien, Deutschland, Mexico, Österreich, in der Schweiz, Frankreich, Dänemark, Belgien, Polen und vielen anderen Ländern.