Im Orchester graben - Sinfonieorchester Camerata Schweiz und Ursus & Nadeschkin
Im Frühling 2008 und 2009 begeisterte "Im Orchester graben" mit dem Sinfonieorchester Camerata Schweiz und Ursus & Nadeschkin rund 33'000 Zuschauer in der ganzen Deutschschweiz.
Die Presse war sich einig und feierte "Im Orchester graben" als "ein gelungenes neues sinfonisches Gesamtkunstwerk, das Klassik und Komik auf intelligente Weise" zusammenbringt
(Sonntagsblick).
Nach 29 erfolgreichen Vorstellungen und aufgrund grosser Publikumsnachfrage plant die Produktion nun eine dritte Spielzeit im Dezember 2011/Januar 2012 mit rund 15 Aufführungen in exklusiven Spielstätten der ganzen Deutschschweiz. Alle Aufführungsorte finden Sie auf
www.orchestergraben.ch
Ein Konzerttheater mit dem Sinfonieorchester Camerata Schweiz
und Ursus & Nadeschkin
Dirigentin: Graziella Contratto
Regie: Tom Ryser
Beethovens berühmte «tätätätaa»-Sinfonie steht an diesem Abend auf dem Programm, das Sinfonieorchester Camerata Schweiz spielt unter der Leitung der Dirigentin Graziella Contratto.
Ein ganz normaler Konzertabend also, wären da nicht zwei, die normalerweise gar nicht da hingehören: Ursus & Nadeschkin.
Mit ihren Fragen verwandeln sie die Konzertbühne in ein Tummelfeld der wahnwitzigsten Experimente: Was fehlt, wenn die Dirigentin fehlt? Sind Tuttischweine verkappte Rampensäue?
Kann ein Orchester improvisieren? Wann wird eine Partitur zur Choreographie? Gibt es Komik ab Blatt? Was ist Taktgefühl? Und wer ist eigentlich dieser Beethoven?
Die Antworten sind alles andere als beruhigend… Eines aber ist sicher: Das Publikum erlebt einen Abend, an dem das Sinfonieorchester mit Beethovens musikalischem Meisterwerk über
sich hinauswächst. Und es erlebt, wie Klassik und Komik auf der grossen Konzertbühne aufeinander treffen und gemeinsam im Orchester graben.
Sinfonieorchester Camerata Schweiz
Die 1999 aus dem Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester hervorgegangene Camerata Schweiz zeichnet sich durch Professionalität und Begeisterungsfähigkeit der aus allen Landesteilen stammenden Musikerinnen und Musiker aus.
Die Camerata Schweiz, welche in verschiedenen Besetzungsgrössen vom Kammerensemble bis hin zum Sinfonieorchester in Erscheinung tritt, möchte ihr Publikum in spannenden, kontrastreichen Programmen nicht nur mit bekannten Klängen, sondern auch mit Musik unserer Zeit vertraut machen.
Immer öfter begeistert das Sinfonieorchester mit Sparten übergreifenden Projekten, bei welchen klassische Musik anderen Kunstformen wie dem Tanz, der Literatur oder dem Theater begegnet. Immer wieder ist das Orchester an internationalen Festivals wie dem «Opernfestival Avenches», den «Murten Classics» oder dem «davos festival – young artists in concert» zu Gast.
2009 war die Camerata Schweiz «Orchestra in Residence» des «Musiksommer am Zürichsee».
Das Orchester arbeitet mit renommierten Dirigenten wie Howard Griffiths (Artistic Partner), Graziella Contratto (Erste Gastdirigentin), Reinhard Goebel, Andreas Spörri oder Kai Bumann und mit bekannten Solisten wie Dimitri Ashkenazy, Lisa Larsson, Reto Bieri, Raphael Rosenfeld oder Teo Gheorghiu zusammen.
Als überregionales Orchester leistet die Camerata Schweiz einen Beitrag an den Kulturaustausch innerhalb des Landes und versteht sich als Kulturträgerin einer weltoffenen Schweiz inmitten Europas.
Ursus & Nadeschkin
Es gibt Theater, Kabarett, Artistik, Clownerie und es gibt Ursus & Nadeschkin. Das ungewöhnliche Paar lässt sich in keine Schublade stopfen und tut seit Anbeginn nie das, was man von ihm erwartet.
Schon vor ihrem erfolgreichen Engagement beim Schweizer National-Circus Knie 2002 gehörten Ursus & Nadeschkin zu den Aushängeschildern der Schweizer Theater- und Comedy-Szene.
In ihrer Sammlung an Internationalen Auszeichnungen fehlt eigentlich nur noch die Vitrine. In den letzen 22 Jahren tourten Ursus & Nadeschkin mit sechs abendfüllenden Produktionen («Weltrekord», «Ursus & Nadeschkin im KNIE», «Ursus & Nadeschkin – SOLO!», «Hailights», «One Step Beyond», «Eine Ungewöhnliche Clownerie»), und einem Kinder- und Jugendprogramm auf unzähligen Bühnen zwischen Wien, Berlin, London, New York, Melbourne und Berg am Irchel.
Dass sie sich dabei konsequent in die verschiedensten Richtungen entwickelten, liegt einerseits an der Vielzahl ihrer Gastspiele im Ausland, andererseits aber auch an der intensiven Zusammenarbeit mit Regisseur Tom Ryser, der das Duo seit 1990 begleitet.
Neben ihren eigenen Stücken engagieren sich Ursus & Nadeschkin stark in der freien Schweizer Theaterszene, so zum Beispiel mit dem von ihnen ins Leben gerufenen Theater-Variété «Perlen Freaks & Special Guests», wo sie internationale Theaterprogramme produzieren und moderieren.
Seit 1993 sind über 20 verschiedene Produktionen entstanden.
Zusammen mit Regisseur Tom Ryser sind Ursus & Nadeschkin übrigens stolze Träges des renommiertesten Theaterpreises der Schweiz, des «REINHART RINGS» (2008).
Graziella Contratto
Die junge Innerschweizerin Graziella Contratto erwarb das Kapellmeister- und das Konzertreifediplom für Klavier.
Schon früh gewann sie verschiedene Preise und erhielt Einladungen ins In- und Ausland; 1995 wurde sie Chefdirigentin des Akademischen Orchesters Freiburg im Breisgau.
Graziella Contratto, die an der Berliner Philharmonie Assistentin von Claudio Abbado war, befasst sich gerne mit zeitgenössischer Musik.
Sie leitete zum Beispiel in Basel die Uraufführung von Henzes Oper 'Knastgesänge' oder an den Berliner Festwochen Konzerte mit Werken von Mauricio Kagel, Luciano Berio oder Elliott Carter. Zwischen 2000 und 2002 war Graziella Contratto Chef résident des Orchestre National de Lyon.
Daneben dirigierte sie die Bamberger Symphoniker, das Orchestra Sinfonica Giuseppe Verdi Mailand, die Manhatten Sinfonietta New York und das Tonhalleorchester Zürich. Von 2002 bis 2009 war sie Chefdirigentin des 'Orchestre des Pays de Savoie' in Frankreich sowie von 2005 bis 2009 künstlerische Leiterin der Camerata Schweiz.
Seit 2007 ist Graziella Contratto Intendantin des Davos Festival – Young Artists in Concert.
Tom Ryser
Tom Ryser, in Basel geboren, ist ausgebildeter Schauspieler und seit 1990 Hausregisseur von Ursus & Nadeschkin.
Er inszeniert zwischen den Stühlen mal Tanz, mal Theater, mal Zirkus und mal alles gleichzeitig.
Er macht Produktionen mit 700 Leuten oder nur mit zweien, und manchmal macht er Ballett mit Baumaschinen.
Die Grenzen zwischen den Sparten mag er nicht, und am liebsten inszeniert er dort, wo es noch keine Lösungen gibt.
Seit 1996 ist der Basler freischaffend als Schauspieler, Regisseur und Choreograph in Berlin, Frankfurt, Leipzig, Dresden, Brest, Zürich, London, New York, Basel, Aargau, Venda (Südafrika) tätig.
Am Theater Basel inszenierte er bereits u.a. «Meisterklasse» von Terrence McNally, Wittenbrinks «Sekretärinnen» und 2008/09 das Musical «Hair», das demnächst wiederaufgenommen wird.
Mit der «Raketensymphonie», ein Stück für 16 Solisten, ein Feuerwerk und Chor, eröffnete er die Kulturhauptstadt «Linz 09».
Aktuell von ihm zu sehen ist "Im Himmel Vorusse".
2008 wurde Tom Ryser gemeinsam mit Ursus & Nadeschkin der Hans-Reinhart-Ring, die höchste Theaterauszeichnung der Schweiz, zuerkannt.