Das Ensemble TriOlogie widmet sich in seinem Programm einer im Konzertbetrieb vergleichsweise selten anzutreffenden, zugleich jedoch besonders faszinierenden Gattung: dem Streichtrio.
Im Zentrum des Abends stehen drei Werke, die die stilistische und klangliche Vielfalt dieser Formation eindrucksvoll beleuchten.
Ludwig van Beethovens Streichtrio in D-Dur op. 9 Nr. 2 repräsentiert die klassische Meisterschaft der Gattung und besticht durch formale Klarheit, Wiener Eleganz und eine dichte, beinahe sinfonische Struktur. Dem gegenüber steht das Streichtrio Nr. 1 op. 25 von Adolphe Blanc, einem heute selten gespielten französischen Komponisten, dessen Musik durch Eleganz, melodische Frische und fein ausbalancierte Stimmenführung überzeugt. Eine besondere Entdeckung bietet das Streichtrio von Jean Cras: Der französische Offizier und Komponist schuf ein Werk von großer atmosphärischer Dichte, das impressionistische Klangfarben mit spätromantischer Harmonik verbindet.
Die Musikerinnen Nevena Tochev (Violine), Lenka Moosmann Bonaventurova (Viola) und Elodie Théry (Cello) fanden 2019 an der Hochschule Luzern zusammen. Seither widmen sie sich mit großer Hingabe der Streichtrio-Literatur und verbinden bekannte Werke mit selten gespielten Entdeckungen.