Eine intensive Verbindung von Schicksal, Leidenschaft und mittelalterlicher Poesie wird in einer chorischen Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana in der Kirche St. Peter lebendig, der ältesten Pfarrkirche Zürichs, bekannt für ihre eindrucksvolle Atmosphäre, ihr markantes barockes Interieur und die bedeutende Turmuhr.
Diese besondere Aufführung bietet eine seltene und intime Version eines der ikonischsten Werke des 20. Jahrhunderts, interpretiert vom renommierten Ensemble Sinfonietta Bern unter der musikalischen Leitung des Pianisten und Dirigenten Igor Andreev, mit einem Chor, der in Zusammenarbeit mit Creator Classics, einem in Wien ansässigen Opernkollektiv, zusammengestellt wurde. Als kühne, unmittelbar wirkende Kantate auf der Grundlage von Texten aus dem 13. Jahrhundert — teils heidnisch, teils sakral, teils skandalös — spricht Carmina Burana von den ewigen Kreisläufen von Glück, Begierde, Liebe und Verlust.
Komponiert in den Jahren 1935–1936 und basierend auf 24 Gedichten aus dem mittelalterlichen Codex Buranus, verwandelte Orffs explosive Chormusik diese alten Verse in eines der bekanntesten Werke des 20. Jahrhunderts, das mit dem gewaltigen O Fortuna beginnt, einer Hymne auf die Grausamkeit und Unberechenbarkeit des Schicksals.
Neu nach den Originalmanuskripten adaptiert und für einen intimen kammermusikalischen Rahmen mit Chor arrangiert, bietet das Programm ein kühnes und emotional aufgeladenes Erlebnis, das die innere Intensität von Orffs Vision offenbart.