Pippo Pollina (* 18. Mai 1963 in Palermo; eigentlich Giuseppe Pollina) ist ein italienischer Liedermacher und Musiker. Er wurde 1996 mit dem Ravensburger Kupferle ausgezeichnet und war 2007 für den Schweizer KleinKunstPreis nominiert.
Lebenslauf
Pippo Pollina ist in Palermo aufgewachsen, das er mit 21 Jahren verließ. Er nutzte die Möglichkeit, kostenlos auf einem Anwesen von Verwandten zu wohnen. Er beschäftigte sich mit der Antimafiabewegung und arbeitete als Journalist bei der catanesischen Monatszeitschrift „I Siciliani“, bis der Chefredakteur Giuseppe Fava durch die Cosa Nostra ermordet wurde. Gemeinsam mit anderen Musikern aus Palermo gründete er die Band „Agricantus“. Während dieser Zusammenarbeit machte Pollina erste intensive Konzerterfahrungen in Italien und dem Ausland. Er studierte Jura und ging im Anschluss auf Weltreise. Zur Finanzierung arbeitete er jeweils als Straßenmusikant. Sein erster musikalischer Auftritt im Ausland führte ihn nach Ost-Berlin. Derzeit lebt Pollina in Zürich, er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Musik
Pollinas Musik ist vor allem durch seinen Gesang und durch seine Erzählungen geprägt. Er kann seine Werke sowohl auf italienisch als auch auf deutsch aufführen. Einzelne Lieder enthalten auch Textzeilen in Französisch, Spanisch und Englisch. Pollina spielt außerdem Keyboard, akustische Gitarre, Tamburin sowie weitere Musikinstrumente. Er arbeitete unter anderem mit Georges Moustaki, Inti-Illimani, Franco Battiato, Nada, Charlie Mariano, Konstantin Wecker, Linard Bardill, Patent Ochsner und Schmidbauer/Kälberer zusammen.
Die am 27. Juni 2007 im Teatro Manzoni in Bologna zum ersten Mal aufgeführte Liedermacheroper „Ultimo volo“ („Der letzte Flug“) handelt von der Tragödie von Ustica, bei der aus bisher noch nicht aufgeklärten Gründen ein Passagierflugzeug vor der Insel Ustica ins Meer abstürzte. Die Oper fand in Publikum und Medien gute Aufnahme.
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