Das Landesmuseum Zürich widmet der Schweizer Technokultur eine faszinierende Ausstellung namens «Techno». Bis zum 17. August 2025 erzählt sie die Geschichte einer Bewegung, die seit den 1990er Jahren Musik, Mode, Design und Tanz prägt – mit Zürich als pulsierendem Zentrum.
Techno entstand in den 1980er Jahren in Detroit, wo afroamerikanische Musiker wie Juan Atkins mit Synthesizern und Drumcomputern einen futuristischen Sound schufen. Über Europa, inspiriert von Bands wie Kraftwerk, gelangte die Musik in die Schweiz und fand in Zürich fruchtbaren Boden. Die Ausstellung zeigt diesen Weg – von Atkins’ „No UFO’s“ bis zur Zürcher Clubszene.
Besonders im Fokus steht die Zürcher Street Parade, die 1992 als kleine Underground-Veranstaltung begann und heute als weltgrösste Techno-Party gilt. Sie machte Zürich zur Techno-Hauptstadt und trug 2017 zur Anerkennung der Technokultur als UNESCO-Kulturerbe bei.
Techno ist eine Lebensart: Sampling und Collagen beeinflussten nicht nur die Musik, sondern auch Grafikdesign und Mode, wo Subkultur auf High Fashion traf. Die Szene steht für Toleranz und Freiheit – trotz Herausforderungen wie Lärmklagen oder Drogenproblemen.
Einer der Hingucker der Ausstellung ist die Panzertür des Berliner Clubs Tresor, Symbol einer bewegten Geschichte. Dazu lädt ein inszenierter Plattenladen mit Audio- und Video-Installationen ein, die Evolution des Techno greifbar zu machen. Ein Rahmenprogramm mit Events ergänzt die Ausstellung.
«Techno» zeigt, wie aus einer Subkultur ein Stück Schweizer Identität wurde – mit Zürich als Herz der Bewegung. Die Street Parade und die Clubszene haben die Stadt nachhaltig geprägt. Ein Muss für alle, die diese kulturelle Revolution verstehen wollen.