Hast du nach 25 Jahren noch Lampenfieber?
Ja, schon. Gestern bei der Premiere dachte ich, ich sei locker. Doch dann hatte ich plötzlich eine zittrige Stimme beim Singen und bei den Moderationen. Auch meine Körpersprache war komisch. Offenbar werde ich das Lampenfieber nie ganz los.
Liegt darin auch der Reiz?
Sicherlich bin ich etwas entspannter geworden. Ich gehe nicht mit einer Angst auf die Bühne und hoffe, dass es eine gute Show wird. Ich denke eher: «Ich habe euch etwas Tolles mitgebracht.
Wie gehst du mit Pannen um?
Sehr entspannt, gestern funktionierte beispielsweise der Lift nicht. Das gehört einfach dazu, wenn rund hundert Leute zusammen an etwas arbeiten. Einmal bin ich jedoch bei einem Flug an der Decke hängen geblieben, da musste mich die Feuerwehr von der Decke holen, und das Publikum hatte grossen Spass daran. Zum Glück gab es damals noch keine Handykameras.
Du arbeitest ja auch mit Andrea Berg zusammen.
Genau. Ich bin ihr kreativer Leiter, wir haben auch einige Songs auf ihrem Album zusammen gemacht. Es ist eine sehr kreative Arbeit, ich bin von der Entwicklung bis zur Ausführung ihrer Shows dabei. Das macht viel Spass.
Wie oft bist du denn noch zu Hause?
Schon sehr oft. Ich war ja jetzt zweieinhalb Jahre nicht unterwegs. Darum bin ich eigentlich schon viel zu Hause.
2017 markiert auch zehn Jahre seit deiner Teilnahme am Eurovision Song Contest. Wie schaust du heute auf diese Zeit zurück?
Es war mir eine Lehre. Ich wollte mit dem Kopf durch die Wand gehen, obwohl ich eigentlich von Anfang an wusste, dass diese Nummer schiefgehen wird. Ich habe mich damals sehr geschämt, als ich nicht ins Finale eingezogen bin.
Würdest du, rückwirkend gesehen, trotzdem noch mal teilnehmen?
Nein, niemals. Ich finde den Event zwar toll, aber die Voraussetzungen waren von mir nicht gut gewählt. Das war mein Fehler.
Die Tourpremiere fand im Europapark in Rust statt. Wie tief geht diese Zusammenarbeit?
Sehr tief. «Mystorial» haben wir zusammen entwickelt, die Show wird nach der Tournee auch hier im Park weiterleben, einfach ohne mich. In welcher Form das genau sein wird, kann ich aber noch nicht sagen.
Wo siehst du dich in zehn Jahren?
Ich sehe das entspannt und habe noch keine Pläne. Was kommt, das kommt. Solange ich kreativ sein kann, bin ich glücklich – sei es mit Inszenierungen oder Shows. Aber wie und wo, das weiss ich nicht.
DJ BOBO - MYSTORIAL
3.6.17 Postfinance-Arena Bern
4.6.17 Hallenstadion Zürich
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