Die Fans von Dua Lipa hatten jeden Grund, frustriert zu sein, weil die Veröffentlichung ihres Debütalbums dreimal verschoben wurde – eigentlich hätte es schon im September 2016 erscheinen sollen. Doch die Zeit tat ihrem Album gut, da die Musikerin inzwischen die Chance bekam, neue Songs aufzunehmen, und mit grossen Namen wie R&B-Sänger Miguel und Chris Martin von Coldplay zusammenzuarbeiten. Das gesamte Album soll zeigen, wer sie ist und wie sie als Künstlerin wahrgenommen werden möchte – deshalb auch der simple Albumtitel «Dua Lipa». Sechs aus den insgesamt 17 Titeln haben viele Fans schon im Ohr, da diese als Singles vorveröffentlicht wurden und schnell in den Charts landeten. Noch weitere Pop-Ohrwürmer sind auf dem Album zu finden, aber auch verträumte und akustische Tracks.
Urteil
Mit ihrem Debütalbum schafft es Dua Lipa, ihre Fans mit ihrer Bandbreite zu überraschen. Die Sängerin lässt sich eindeutig nicht nur als Wohlfühl-Pop-Sängerin schubladisieren, sondern zeigt neben ihren Tanzsongs ihre innige und auch dunkle Seite – «Dark-Pop», wie die Sängerin den Stil selbst bezeichnet. Der Lovesong «Homesick» sticht besonders aus der Songliste heraus, weil es den Hörer die weichen Facetten ihrer Stimme zeigt und dazu noch von Chris Martin und leichter Klaviermelodie begleitet wird. Die Pop-Songs, die man schon als Singles kennt, ergänzen sich gut neben neuen Elektro-Pop Dancetracks wie «New Rules» und «Dream», die durch ihre schnellen Rhythmen sicher in vielen Tanzclubs gespielt werden.
Anspieltipps
«Last Dance» – purer Elektro-Pop, in dem die kraftvolle Stimme der Sängerin zur Geltung kommt.
«Homesick» – ein Song, mit dem Dua Lipa eine neue Seite von sich zeigt.
«Room for 2» – verträumter Chorus, starke Songtexte. Augen zumachen und geniessen.