Musik

Beethoven 9 – Ein Monument der Musikgeschichte

04.11.2025 von Christoph Soltmannowski

Die Produktion «Beethoven 9» ist ein musikalisches Ereignis von besonderer Strahlkraft: Die Philharmonia Frankfurt, vier Gesangssolisten sowie der Berner Bach Chor mit über 120 Sängern bringen Beethovens Sinfonie Nr. 9 in d-Moll, Op. 125, auf die Bühne – ein Werk, das bis heute als Meilenstein der klassischen Musik gilt und kaum an Popularität eingebüsst hat. Im Januar 2026 in Bern (4.1.), Basel (6.1.) und St. Gallen (7.1.). 

Beethoven als Revolutionär

Ludwig van Beethoven, 1770 in Bonn geboren, wurde nicht selten als «erster Pop-Star der Musikgeschichte» bezeichnet. Seine einzigartige Popularität, sein ungebändigtes Temperament und sein tragisches Schicksal machten ihn zu einem Komponisten, der die Grenzen seiner Zeit sprengte. Insbesondere im Bereich der Sinfonie revolutionierte Beethoven die musikalische Form und erweiterte sie entscheidend.

Die Neunte: Stimmen der Freude

Die berühmte 9. Sinfonie ist sein letztes vollendetes sinfonisches Werk – und setzte schon bei ihrer Uraufführung Massstäbe. Erstmals wurden zum sinfonischen Klang menschliche Stimmen hinzugefügt: Ein grosses Orchester, Chor und vier Solisten präsentieren Schillers «Ode an die Freude» und schenken der Nachwelt Beethovens wichtigste Botschaft musikalischer Verbundenheit. Die Uraufführung fand am 7. Mai 1824 in Wien unter Beethovens Leitung statt, obwohl der Komponist zu diesem Zeitpunkt fast taub war und das Werk vermutlich nie vollständig gehört hat.

Das Hauptthema des letzten Satzes wurde später zur Europahymne – der Europarat und die Europäische Gemeinschaft erklärten «Freude schöner Götterfunken» zur Hymne eines ganzen Kontinents. Die musikalische und kulturelle Bedeutung dieses Werks ist bis heute unvergleichlich.

Ein Abend voller Meisterwerke

Ergänzt wird der Konzertabend durch Beethovens 3. Klavierkonzert in c-Moll, Op. 37. Das Werk entstand zwischen 1800 und 1803 und wurde vom Komponisten selbst am 5. April 1803 in Wien uraufgeführt. Interessantes Detail: Beethoven soll während der Aufführung kaum Noten verwendet haben – sein Freund Ignaz von Seyfried berichtete später von «rein unverständlichen ägyptischen Hieroglyphen» auf den Notenblättern.

Das dritte Klavierkonzert Beethovens ist das einzige seiner Art in Moll und weist besonders ausgeprägten sinfonischen Charakter und Schöpferkraft auf; bis heute gehört es weltweit zu den meistgespielten Konzerten.

Im Januar in Bern, Basel und St. Gallen

«Beethoven 9» vereint Tradition, Innovation und künstlerisches Können und verspricht einen aussergewöhnlichen Höhepunkt der Konzertsaison 2026. Anfang Januar 2026 erklingt Beethovens monumentale 9. Sinfonie gleich dreimal in der Schweiz: Den Auftakt macht die Aufführung am 4. Januar um 17 Uhr im Casino Bern, gefolgt von einem Konzert am 6. Januar um 19.30 Uhr im Stadtcasino Basel, bevor die Tour am 7. Januar um 19.30 Uhr in der Tonhalle St. Gallen ihren feierlichen Abschluss findet.

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