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Musik

Chris de Burgh: Ein Mann und fünfzig Jahre Lieder

02.10.2026 von Christoph Soltmannowski

Chris de Burgh geht 2027 wieder solo auf Tournee. Am 22. April 2027 spielt der irische Songwriter im Theater 11 in Zürich. Er bringt seine Stimme mit, zwei Instrumente und eine Hitparade von «The Lady in Red» bis «Don't Pay The Ferryman».

Man könnte meinen, Chris de Burgh habe alles gesagt. 26 Alben, 323 Eigenkompositionen, mehr als 45 Millionen verkaufte Tonträger. Seit über 50 Jahren steht der Ire auf der Bühne. Im April 2027 tut er es wieder. Seine neue Solo-Tournee führt ihn quer durch Deutschland, danach nach Paris, Amsterdam und Grossbritannien. Dazwischen macht er Halt in der Schweiz: am 22. April 2027 im Theater 11 in Zürich.

Warum er weitermacht? Die Begründung ist entwaffnend: Liebe. Jene zwischen ihm und seinen zigtausend Fans, dazu seine Zuneigung zu Land und Leuten. Das klingt nach Kitsch. Bei einem Mann, der «The Lady in Red» geschrieben hat, darf man das so stehen lassen.

Weniger ist Gänsehaut

Das Konzept ist schlicht. Keine Band, keine aufwändige Bühnenshow. Ein Künstler, seine Stimme, zwei Instrumente. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung erlebte einen solchen Abend und erklärte die «Gänsehaut-Momente» mit der «puren Reduktion auf das Wesentliche». Ihr Fazit: «Chris de Burgh hat gezeigt, dass echte Musik keine Ablenkung braucht. Wer dabei war, hat einen Abend erlebt, den man so schnell nicht vergisst.»

Das Zürcher Publikum kennt das Format. Im November 2024 stand de Burgh allein auf der Bühne des Theater 11. Er wechselte zwischen Flügel und Gitarre und spielte aus jedem seiner Alben einen Song. Zwischen den Liedern erzählte er, wie sie entstanden sind. Der Saal war fast ausverkauft.

Man versteht jedes Wort

Die Süddeutsche Zeitung ging im November 2025 der Frage nach, warum seine Konzerte seit Jahrzehnten funktionieren. Ihre Antwort: Chris de Burgh sei immer noch «ein grossartiger Songwriter und Storyteller». Und: «De Burgh hat etwas zu sagen, man versteht jedes Wort in den Songs.»

Das gilt für die Klassiker. In «Don't Pay The Ferryman» warnt er davor, den Fährmann vor der Ankunft zu bezahlen. «Missing You» ist eine Trennungsballade. «The Lady in Red» wurde 1986 zum Welthit und begleitet seither Hochzeiten auf allen Kontinenten.

Es gilt auch für spätere Werke wie «Legacy» aus seinem Musical «Robin Hood». «Es ist ein Lied über Helden wie du und ich», sagt de Burgh. «Eine Stimme kann nicht viel erreichen, aber Millionen können es. Wir nennen das Demokratie.»

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