Oasis haben ihre Tour für das Jahr 2027 angekündigt: Elf Konzerte werden in Manchester stattfinden, zwei weitere in München. Damit geben Oasis zum ersten Mal seit 2009 wieder Konzerte auf dem europäischen Festland. Die Schweiz fehlt. Dennoch besteht Hoffnung, dass sie uns besuchen könnten – zumindest bliebe ihnen die Zeit dazu.
Am Donnerstagabend, dem 10. September, formten Drohnen über dem Etihad Stadium in Manchester zunächst das Oasis-Logo und dann den Termin: 14. September, 17 Uhr Schweizer Zeit. Der Plan stand schon am Montagvormittag auf oasisinet.com. «Oasis Live '27»: elf Stationen, 38 Konzerte in Grossbritannien, Irland, Europa und den USA.
Drohnen gehören bei Oasis inzwischen zur Routine. Cardiff und Chicago bekamen 2025 die gleiche Show. Neu ist die Stimmung dahinter. In derselben Woche stellten Noel und Liam Gallagher in Venedig die Doku «Oasis: Don’t Look Back in Anger» vor. Es war der erste gemeinsame öffentliche Auftritt der Brüder abseits der Bühne, der mit acht Minuten Standing Ovation belohnt wurde. Noel sagte dazu: «Wir verstehen uns jetzt. Wir schreiben uns Nachrichten wie normale Menschen.»
Start am 21. Mai im Celtic Park in Glasgow, fünf Abende. Dann elf Nächte im Etihad Stadium in Manchester, vom 4. bis 26. Juni. Im Juli Europa: Allianz Arena München (2 Abende, der erste am 2. Juli), Estadi Olímpic in Barcelona (10. und 11. Juli), Johan-Cruijff-Arena in Amsterdam (16. und 17. Juli), Stade de France in Paris (23. und 24. Juli), Stadio Olimpico in Rom (29. und 30. Juli). Im August drei Abende in Boston und drei in Las Vegas. Im September zwei Abende auf Slane Castle in Irland und vier in Knebworth, wo Oasis 1996 an zwei Abenden vor 250'000 Menschen spielten.
Gegenüber dem Spielplan, den die «Sun» Anfang September geleakt hatte, hat sich einiges verschoben. Mailand ist weg, Barcelona und Amsterdam sind neu. Aus zwölf Nächten Manchester wurden elf, aus sechs Abenden Knebworth vier.
Einen allgemeinen Vorverkauf gibt es nicht. Wer Tickets will, muss sic auf oasisinet.com registrieren.
Kein Zürich, kein Bern, kein Basel. Der nächste Halt ist München, knapp vier Stunden mit dem Zug ab Zürich. Danach folgen Paris und Rom. Aus der Romandie ist Paris ähnlich weit.
Zwischen den Europa-Terminen liegen jeweils fünf bis sechs freie Tage, zwischen Rom am 30. Juli und Boston am 10. August sind es elf. Platz für Nachmeldungen wäre da. 2024 kündigten Oasis zuerst 14 Konzerte an, am Ende waren es über 40. Die FAQ zur Tour halten sich bedeckt: Möglicherweise würden später weitere Tickets freigegeben. Von weiteren Städten steht dort nichts.
Der Kalender hat Löcher. Zwischen München und Barcelona am 10. Juli liegen sechs freie Tage, zwischen Amsterdam und Paris fünf, zwischen Rom am 30. Juli und Boston am 10. August elf. Ein Stadionkonzert braucht zwei bis drei Tage: Aufbau, Show, Abbau. Zürich läge auf dem Weg von München nach Barcelona, oder als Abschluss nach Rom, bevor die Crew über den Atlantik fliegt.
Der Plan ist nicht in Stein gemeisselt. Die «Sun» hatte Anfang September Mailand für den 17. und 18. Juli gemeldet, mit dem Hinweis, dass einige Daten nur Reservierungen der Stadien seien. Mailand ist jetzt nicht im Plan. Die Reservierung war da, das Konzert kam nicht. Das funktioniert auch umgekehrt: Stadien, die heute nicht im Plan stehen, können morgen drin sein.
Oasis haben es 2024 vorgemacht. Am 27. August kündigten sie 14 Konzerte an. Noch vor dem Vorverkauf kamen drei hinzu, eine Woche später zwei weitere in Wembley, im Herbst Nordamerika, Asien, Australien und Südamerika. Aus 14 Konzerten wurden 41. Die FAQ zur neuen Tour lassen die Tür einen Spalt offen: Möglicherweise würden zu einem späteren Zeitpunkt weitere Tickets freigegeben. Von weiteren Städten steht dort nichts. Auch von einem Ende der Planung ist nichts zu lesen.
Zuletzt spielten Oasis am 18. Juli 2009 in der Schweiz, am Gurtenfestival in Bern. Sechs Wochen später, am 28. August in Paris, war die Band Geschichte. Noel stieg nach einem Streit mit Liam backstage aus, das Konzert fiel aus. Davor: Hallenstadion Zürich im März 2009, Gurten 2002, Hallenstadion im November 2002. Ein Schweizer Stadion stand nie auf dem Plan.