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Zugegeben: Der Name sagte mir nichts. Ich musste kurz bei Spotify einloggen und reinhören. Wie früher am Mittwochnachmittag im CD-Shop meines Vertrauens. Dabei hab ich «One Day / Reckoning Song» gehört; ja klar, den kennen wir alle. Aber das ist längst nicht alles. Die Playlist von Asaf Avidan ist schlicht wow. Jedenfalls will ich jetzt am 1. November nach Bern ins Casino.
Wer ist der Mann, der mich auf Anhieb berührt hat? Fast Backward: Geboren in Jerusalem, 1980. Asaf ist Sohn von Diplomaten. Aufgewachsen in Jamaika. Kreatives Bürschchen, studiert Animation und wird dann durch eine Trennung aus der Bahn geworfen. Klassische Tortured Artist Story. Was für ein Glück für Musikliebhaber: Avidan legt den Zeichenstift hin und greift zur Gitarre. Schreibt sechs Songs über Herzschmerz. Aus einer EP wächst eine Band. Getragen von einer Stimme, die niemand vergisst, der sie einmal gehört hat.
Janis Joplin, Robert Plant, Jeff Buckley: alles Vergleiche, die auf ihn gemünzt wurden. Die New York Times schrieb, er schreibe wie Leonard Cohen und singe wie Robert Plant. Kein Playback, kein Auto-Tuner, kein Computer. Was auf der Bühne passiert, ist echt.
2012 remixte DJ Wankelmut seinen Song «Reckoning Song» zu einem Clubhit. Europa entdeckte ihn. (Kleiner Tipp: Sein Original ist besser!) Mehrere Studioalben seither, Gold und Platin in über 15 Ländern. Jetzt ist er zurück auf Tour, erstmals seit drei Jahren wieder mit voller Besetzung und hat zwei neue Alben im Gepäck. Am 1. November macht er Station im Casino Bern. Ihr findet mich an der Bar!