Wer Danger Dan kennt, kennt seinen trockenen Humor, seine Genauigkeit und den Moment, in dem ein schöner Akkord plötzlich weh tut. Wer ihn erst entdeckt, findet am 28. Oktober 2026 im Volkshaus Zürich einen starken Einstieg. Das Mitglied der Antilopen-Gang spielt keine Klavierlieder zum Zurücklehnen. Seine Songs hören genau hin, fragen nach, widersprechen höflich und treffen dann ziemlich direkt.
Daniel Pongratz aka Danger Dan wurde als Teil der Antilopen Gang bekannt. Mit «Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt» zeigte er 2021 eine andere Seite: Piano statt Rap-Beat, Liedform statt Lautstärke, feine Pointen statt grosser Pose. Das funktioniert, weil Danger Dan politische Themen nicht plakatiert. Er erzählt sie über Zweifel, Alltag, Liebe, Angst und Absurditäten, die fast zu vertraut wirken.
Dieses Konzert ist für langjährige Fans genauso spannend wie für alle, die ihn bisher nur vom Namen kennen. Auf der Bühne zählen Sprache, Timing und die kleinen Pausen zwischen den Zeilen. Zwischen bissigem Witz und stillen Momenten entsteht ein Abend, der zugänglich bleibt und trotzdem nicht glatt wird. Ein Piano, ein Sänger, viele Widerworte.