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Veronica Fusaro wird die Schweiz beim Eurovision Song Contest 2026 vertreten. Die 28-Jährige aus Thun steht für einen eigenständigen Sound zwischen Alternative-Pop, Soul und Gitarrenklang. Mit über 500 internationalen Konzerten im Gepäck, darunter Auftritten in Asien und als Support von Mark Knopfler, bringt sie nicht nur Talent, sondern auch Bühnenerfahrung mit. In Wien tritt sie im zweiten Halbfinale am 14. Mai an.
Veronica Fusaro steht für einen Sound, der im Pop verwurzelt ist, aber genreübergreifend arbeitet. Ihre Stimme ist leicht kratzig, warm und technisch präzise – das Zentrum ihres musikalischen Ausdrucks. In Songs, die mal energetisch, mal nachdenklich wirken, mischen sich Soul-Grooves mit Indie-Pop-Strukturen. Titel wie «Better With You» oder «Rollercoaster» zeigen exemplarisch ihre Fähigkeit, Eingängigkeit mit Tiefgang zu verbinden. Es ist eine Mischung, die international funktioniert, ohne ihre Herkunft zu verleugnen. Dass sie sich 2016 den Titel SRF 3 Best Talent sicherte, war nur der Auftakt für eine Karriere, die seither stetig gewachsen ist.
Anders als viele ESC-Teilnehmende hat Fusaro ihre musikalische Reife nicht in TV-Formaten, sondern auf der Bühne erworben. Über 500 Shows weltweit zeugen von einem langen Atem. Sie spielte Clubtouren durch Europa, trat in Indien und Südkorea auf und stand 2019 in der Arena von Nîmes als Opening-Act für Mark Knopfler auf der Bühne – ein Moment, den sie bis heute als Schlüsselerlebnis beschreibt. Diese Live-Präsenz spiegelt sich auch in ihrer Performance-Energie: authentisch, präzise, kontrolliert.
Mit der Nominierung Fusaros setzt die Schweiz erneut auf musikalische Eigenständigkeit statt auf glattproduzierten Mainstream. Ihr Auftritt im zweiten Halbfinale des ESC 2026 am Donnerstag, 14. Mai, in der Wiener Stadthalle verspricht eine Performance, die sich von der Masse abhebt. Gelingt der Einzug ins Finale am 16. Mai, wäre das nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern ein weiteres Signal für Vielfalt beim Eurovision Song Contest.
Der ESC-Auftritt ist nicht nur ein Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn, sondern auch ein möglicher Türöffner für breitere internationale Wahrnehmung. Noch vor dem Eurovision-Auftritt in Wien stehen zwei wichtige Heimspiele an: Am 26. Februar 2026 tritt sie im Casinotheater Winterthur auf, am 14. März folgt ein Konzert im Grandhotel Giessbach in Brienz. Beide Abende bieten einen ersten Vorgeschmack auf das, was Europa im Mai erwartet.