Die melancholische und kritische Weltbetrachtung, die man von Gorillaz gut kennt, ist vielleicht sogar noch präsenter als bei den vorherigen Alben. Songs wie «Hallelujah Money» kritisieren den US-Präsidenten offenkundig mit Songtexten wie: «I thought the best way to protect our tree»/«Was to build a wall.»
Albarn und Hewlett bieten dem Hörer mit ihren 20 Tracks eine breite Palette von unterschiedlichen Genre-Inspirationen, gestützt von futuristischen Elektro-Beats. Die Vielfältigkeit widerspiegelt sich auch in den Künstlern, die im Album dabei sind: von Grace Jones über Danny Brown und Kelela bis zu Anthony Hamilton und vielen anderen.
Die Songs sind zwar in einer etwas chaotischen Reihenfolge platziert, die den Hörer immer wieder zurückholt. Doch ist die Absicht zu erkennen durch die sekundenlangen Interludes, die das Album in vier Passagen unterteilen. Der Effekt: man nimmt jeden Song als Einheit wahr.
Urteil
Wieder gelingt es Gorillaz, trotz der Konkurrenz der heutigen Technologie, modern zu bleiben und den Hörer in eine Sci-Fi-Welt zu schicken. Allerdings bleiben die Füsse durch die Songtexte mit den vielen verträumten Hinweisen auf das heutige politische Klima fest am Boden.
Anspieltipps
«Momentz feat. De La Soul» – ein tiefgreifender Tanzsong, den man im Club sowie auch zu Hause auf der Couch geniessen kann.
«Charger feat. Grace Jones» – wild, mit industriellen Klängen. Dazu noch Grace Jones, die dreckig lacht und als Geist auftritt.
«Busted and Blue» – träumerisch und nachdenklich über die technologische Welt, die uns als Menschen heute verbindet.
Live
Noch haben die Gorillaz keine Termine in der Schweiz angekündigt. Sollte sich dies ändern,erfährst du mit unserem Ticketalarm sofort davon.
GORILLAZ
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