Wir unterstützen Mädchen und junge Frauen. Kinderheirat ist bei uns in Afrika keine Tradition. Das muss unbedingt aufhören! Ich verstehe nicht, dass die Männer das als in Ordnung empfinden. Mit Batonga geben wir den Mädchen die Möglichkeit, ihre Träume zu verfolgen.
Was ist dir bei einer Kollaboration mit anderen Musikern wichtig?
Ich frage mich jeweils, was sie von mir lernen können und umgekehrt. Es soll nicht um das Ego von irgendjemandem gehen.
Was willst du mit deiner Musik aussagen
Zu allererst: Liebe dich selber! Wenn du dich selber liebst und weisst, wer du bist und woher du kommst, kannst du eine bessere Person sein. Es geht nicht um Geld. Wir dürfen nicht vergessen, dass Geld uns nicht vor dem Tod bewahren kann. Geld wurde zu einer Gefahr und zum Feind Nummer Eins der Demokratie.
Welche Musik hörst du in deiner Freizeit?
Ich liebe klassische Musik. Meistens lasse ich aber den Zufallsmodus laufen. So bin ich. Ich will nicht nur eine Art von Musik hören.
Glaubst du an Gott?
Ich weiss nicht, was alle mit Gott meinen. Ich glaube an eine Kraft, die nie beurteilt und voll ist mit Liebe, Vergeben und Mitgefühl. Man kann das Gott nennen, wenn man will. In diesem Fall würde ich dann an Gott glauben. Ich verstehe nicht, dass Menschen an eine Religion glauben können, die deine eigenen Rechte nicht anerkennt. Ich glaube aber generell nicht, dass es eine Person ohne Spiritualität gibt.
Das Time Magazin hat dich «Africa’s premier diva» genannt. Wie gefällt dir das?Das ist, wie sie mich sehen. Wer bin ich, das zu beurteilen? Aber ich nehme das natürlich gerne an.
Wie siehst du dich denn selber?
Ich sehe mich als Mensch, bevor ich mich als eine Frau oder eine Afrikanerin sehe.
Welches ist der Lieblingsmoment deiner Karriere?
Meine Karriere kann kommen und gehen. Der grösste Moment in meinem Leben war, als mein Kind zur Welt kam.
Angélique Kidjo
25. Januar 18, Kaufleuten-Klubsaal Zürich
TICKETS